25. Januar 2017, 10:18 Uhr | ZOOM Erlebniswelt
Diese Meldung ist vom 25. Januar 2017, 10:18 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
Am Sonntag konnte der zweijährige Luchs Findus aus seinem Gehege in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen entweichen. Trotz Unterstützung von der Feuerwehr und der Polizei Gelsenkirchen konnte die Katze bis jetzt nicht gefunden werden.
Die Analyse des Ausbruchs hat ergeben, dass menschliches Versagen mit einer Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände zu dem Ausbruch geführt hat. Die Tiere hätten sich – gemäß Anweisung des zoologischen Leiters – bei der Eisbildung auf dem Wassergraben nicht auf der Außenanlage befinden dürfen. Die zusätzlichen Sicherungen dieses Geheges (E-Draht, Schilfdrahtzaun, etc.) und aller anderen Tieranlagen sind ausreichend. Nur durch den Sprung von der Eisscholle hat der Luchs die Möglichkeit bekommen, diese Sicherungen zu überwinden.
„Wir gehen davon aus, dass sich Findus noch in der Nähe der ZOOM Erlebniswelt aufhält“, so Frank Ahrens, zoologischer Leiter und Koordinator der Suche nach dem verschwundenen Tier. Zurzeit werden Hinweise aus der Bevölkerung aufgenommen und eine „Landkarte“ erstellt, bei der sich dann hoffentlich die Punkte verdichten, die auf den Aufenthalt von Findus schließen lassen. Dann erst werden die drei Lebendfallen aufgestellt, um die Wahrscheinlichkeit, den Luchs einzufangen, zu erhöhen. „Noch sind wir voller Hoffnung, dass wir Findus wohlbehalten wieder in sein Zuhause zurückbringen können“ erwartet Ahrens.
Luchse sind Raubtiere, aber auch sehr scheue Katzen. Sie meiden den Menschen und verstecken sich tagsüber im Dickicht des Waldes. In der Dämmerung gehen sie auf die Jagd nach Kaninchen, Füchsen oder Rehen. „Wir gehen davon aus, dass keine Gefahr für Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger besteht“, beruhigt Ahrens.