13. September 2016, 12:53 Uhr | GELSEN-NET Kommunikationsgesellschaft mbH
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Vor Cyber-Angriffen sind weder Privatpersonen, öffentliche Einrichtungen noch Unternehmen sicher. Hacker arbeiten immer gezielter, unauffälliger und geschickter. Die IT-Sicherheit und der Schutz vertraulicher Daten bleiben das Thema Nr. 1. Beim vierten „Security Day“ der GELSEN-NET-Reihe „Make IT“ widmete man sich dieser Thematik. Interne und externe Referenten stellten Probleme, neueste Strategien und Lösungen im „Schalker Markt“ der Veltins-Arena vor.
Das Landeskriminalamt NRW, das Institut für Internetsicherheit und die Unternehmen Quvert, XignSYS und Kobil beantworteten an Infoständen Fragen über Internetkriminalität, Firewalls und sichere Kommunikationswege. Udo Bredemeier, Leiter des EDV-Schulungszentrums von GELSEN-NET stellte die erschreckenden Zahlen vor: „Im letzten Jahr wurden 45.793 kriminelle Handlungen durch das Internet in Deutschland mit Schäden von 40 Millionen Euro gemeldet, 16.645 Fälle davon in Nordrhein-Westfalen“ Pro Tag seien 6000 Cyberangriffe die Regel, die Dunkelziffer läge noch höher.
Prof. Dr. Norbert Pohlmann vom Institut für Internet-Sicherheit stellte Wege vor zur Minimierung des IT-Sicherheitsrisikos. Andreas Rensing, GELSEN-NET-Mitarbeiter legte ein Hauptaugenmerk auf die Passwortvergabe und stellte das Dienstleistungs-Angebot von GELSEN-NET zum Thema Sicherheit vor. Rechtsanwalt Gerald Spyra sprach über die rechtliche Seite der Internet-Sicherheit und dem damit verbundenen IT-Sicherheitsgesetz. „IT-Sicherheit ist oft schwer greifbar und die Zuständigkeit ist nicht eindeutig.“ Wie man IT-Sicherheit im Unternehmen entwickelt erklärte Sascha Wilms. Chief Security Officer und Dipl.-Ing. Ulf Feger von HUAWEI TECHNOLOGIES brachte Praxisbeispiele aus dem eigenen Unternehmen und Kernfragen, die sich Betriebe in diesem Zusammenhang stellen sollten. Andreas Rensing von GELSEN-NET betonte noch einmal: „IT ist oft unbeliebt, weil es nicht zum Kerngeschäft gehört.“
Die Referenten waren sich einig: Die Aufgabe der Unternehmen sei es besonders Mitarbeiter zu schulen, zu sensibilisieren und zu motivieren. Durch unter anderem schlechte Passwortvergabe, keine klaren Anwendungsrichtlinien und damit verbundene falsche IT-Nutzung würden erhebliche, aber vermeidbare Sicherheitsrisiken entstehen.