01. Oktober 2016, 08:00 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
Enthält: Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 op. 105 a-moll / Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 WoO a-moll / Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 op. 121 d-moll
Interpreten: Carolin Widmann (Violine); Dénes Várjon (Klavier)
Katalogtitel: Sonaten Vl Kl
1 CD, 2008
STE 30 SCHUM
Zentralbibliothek
Produktinfo
„Die späten Violinwerke von Robert Schumann verdanken ihre Entstehung hauptsächlich einem genialen, jungen Geiger, mit dem sich der alternde Komponist in Düsseldorf anfreundete: Joseph Joachim. Der Ungar, der bald Deutschlands bedeutendster Geiger und Kammermusiker sowie der engste Freund von Johannes Brahms werden sollte, brachte ins Düsseldorfer Haus der Schumanns bei jedem seiner Besuche Glanz und eine ungetrübte Freude am Musizieren, der Clara und Robert frönten.
Joachims Spiel und Persönlichkeit inspirierten Schumann zu zwei seiner drei Violinsonaten: zur “großen Sonate” Nr. 2 in d-Moll und zur heute noch kaum bekannten Nr. 3 in a-Moll, die Schumann nachträglich aus den ergänzten Beiträgen zur sogenannten F.A.E.-Sonate zusammenstellte.
Die erste Sonate in a-Moll ist in den Proportionen deutlich gedrungener als ihre beiden Geschwister, beinahe eine “kleine Sonate” in nur drei Sätzen. Sie wurde für den Geiger und späteren Schumann-Biographen Joseph Wasielewski geschrieben, der sie auch mit Schumanns Frau Clara aus der Taufe hob. Freilich nahmen sich schon wenig später auch der Leipziger Konzertmeister Ferdinand David und Joseph Joachim des Werkes an. Die Pianistin Fanny Davies hat beschrieben, wie Joachim diese Sonate zusammen mit ihrer Lehrerin Clara Schumann gespielt hat: “am Anfang unter Hochdruck mit einem impulsiven Crescendo der Geige über dem atemlosen Agitato der gebrochenen Klavierdreiklänge; den zweiten Satz als Tongedicht von pastoraler Einfachheit; das Finale fließend wie in einem Bachstück. Unvergesslich, wie Joachim am triumphalen Höhepunkt des Finales seine Geige wie ein Horn erschallen ließ.”
Pressestimmen
„Man spürt: Ihr Schumann ist über längere Zeit gewachsen und gereift. Was Widmann/Várjon an farblichen und dynamischen Facetten, an Strukturverständnis und gestalterischer Übersicht, an Emotion und Leidenschaft einbringen, rundet sich am Ende zu einer aufregend neuen Gesamtschau dieser vielschichtigen Musik, die ein Seelenlabyrinth ist, die zuweilen um sich selbst kreist, aber gleichzeitig überraschend modern ist. (FonoForum)
„Kompromisslos und radikal leuchten Carolin Widmann und ihr Begleiter Dénes Várjon in die seelischen Abgründe dieser fiebrigen, großen Spätwerke.“ (Stereo)
„Was Widmann/Varjon an farblichen und dynamischen Facetten, an Strukturverständnis und gestalterischer Übersicht, an Emotion und Leidenschaft einbringen, rundet sich am Ende zu einer aufregend neuen Gesamtschau dieser vielschichtigen Musik, die ein Seelenlabyrinth ist." (Die Zeit)
„Diese Aufnahme ist grandios, faszinierend und weist diese beiden Künstler als großartige Musiker aus – in jeder Hinsicht! Bravo!!“ (Ensemble)