05. Juli 2016, 09:24 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
Dino Park, heißt der deutsche Originaltitel des Roman-Thrillers vom Autor Michael Crichton, auf dem der ursprüngliche Film Jurassic Park basiert. 1993 lief dieser auf der Kinoleinwand, in dessen Mittelpunkt Wissenschaftler Dinosaurier klonen und sie als Attraktion zur Schau stellen. Nach den Fortsetzungen „Vergessene Welt“ und „Jurassic Park III“, ist mit „Jurassic World“ im Jahr 2015 der vierte Teil erschienen. Dieser Film spielt 22 Jahre nach der Handlung des ersten Teils und ist gespickt mit Anspielungen und Szenerien aus Jurassic Park. Dabei liefert er aber eine modernisierte Story.
Dem Plot von Jurassic World reicht es nicht, wie im ersten Teil, Raptoren und andere urzeitliche Fleischfresser Jagd auf Besucher und Angestellte des Parks machen zu lassen. In der Neuauflage geht es um einen genmanipulierten Hybrid-Dinosaurier, für den auch eine militärische Nutzung angedacht wird. Jurassic World gewinnt der Idee von vor 20 Jahren neue Aspekte ab. Im ersten Teil wird noch die Größe der Dinosaurier unterstrichen, mit der ikonischen Szene bei Nacht in einem Jeep, in dem Wasser auf dem Armaturenbrett im Glas rhythmisch durch die Schritte eines Tyrannosaurus Rex vibriert. In Jurassic World liegt der Fokus auf Dinosaurier mit hoher Intelligenz, die Tricksen, Tarnen und Täuschen, um ihre Beute zu überraschen. Es geht nicht mehr darum, dass der Park durch Korruption und Firmenspionage außer Kontrolle gerät, wie noch in Jurassic Park, sondern um genetische Experimente, um Lebewesen die auch als Waffe eingesetzt werden können. Das Ergebnis, ein genmanipulierter Dinosaurier, entkommt seinem Gehege und versetzt den gesamten Park in Angst und Schrecken. Kann so eine gentechnisch hochgezüchtete Kreatur überhaupt aufgehalten werden? Und wie verhalten sich andere Dinosaurier gegenüber einer solchen Schöpfung?
Der Film bietet bombastische Bilder und viel Action. Dennoch könnte aber auffallen, dass die menschlichen Charaktere zu klischeehaft daherkommen und zudem die ruhigen Schreckmoment, der Horror, der im ersten Teil noch eine große Rolle spielte, nun rasanten temporeichen Geschehen weichen musste.
Henning Mismahl
DVD-FILM JUR
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