09. Juni 2016, 16:14 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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- Kolumne von Oberbürgermeister Frank Baranowski -
Liebe Gelsenkirchenerinnen, liebe Gelsenkirchener!
Wie sich ein Stadtzentrum entwickelt, das hängt von vielen kleinen Entscheidungen und manchen großen ab. Davon, wo wir einkaufen, ausgehen und wohnen – und wo investiert wird. Richtig planen lässt sich das nicht. Oder vielleicht doch? Nun, in Buer haben wir in den vergangenen Jahren rund um die Innenstadt mit planvollem Vorgehen sehr viel bewegt. Und da wollen wir nun weitermachen – mit Ihren Ideen!
Erinnern Sie sich noch, wie das Umfeld von Sankt Urbanus vor einigen Jahren aussah? Und wie der südliche Zugang zur Innenstadt Buer, von der Horster Straße aussah, als es noch keine Kulturmeile gab? Wenn Sie die Bilder noch vor Augen haben, dann wissen Sie auch, was der „Leitplan Zentrum Buer“ bewirkt hat. Der war so etwas wie eine gedankliche Klammer für all die Veränderungen, die wir in den vergangenen Jahren in und um die Innenstadt Buer vorgenommen haben.
Das Ergebnis dieser Veränderungen kann sich sehen lassen: Vor allem die Zugänge zur Innenstadt sind ja deutlich attraktiver geworden. Die Kulturmeile akzentuiert nicht nur wichtige Kultureinrichtungen, sie hat sogar Boulevardcharakter bekommen. Und die Domplatte ist an manchen Tagen und Abenden zu einem richtigen Tummelplatz geworden, zu einem Kristallisationspunkt städtischen Lebens, erst am vergangenen Wochenende wieder in beeindruckender Weise.
Keine Frage: Das sind echte Erfolge. Und diese Erfolge haben als stabilisierende Faktoren dazu beigetragen, dass wir manches Problem gut weggesteckt haben. In vielen anderen Städten gab und gibt es etwa langanhaltende Probleme mit dem Leerstand der früheren Hertie-Kaufhäuser. Nicht aber in Buer. Da haben wir zum Glück eine rasche Lösung gefunden, dank Investoren aus der eigenen Stadt.
Trotzdem ist klar, dass weiterer Wandel ansteht. Eine Stadt bewegt sich immer, eine Innenstadt erst recht, da wollen und müssen wir nun dafür sorgen, dass diese Bewegung in die richtige Richtung geht. Mit dem „Leitplan“ haben wir viel für den Rahmen der Innenstadt getan, jetzt aber wollen wir schauen, was innerhalb dieses Rahmens noch möglich ist und entstehen kann.
Am Schreibtisch lässt sich eine solche Entwicklung natürlich nicht vorwegnehmen. Für ein solches Projekt braucht es viele Perspektiven, da braucht es die Vorschläge, Wünsche und Ideen vieler Frauen und Männer. Darum wollen wir hören, was Sie, was die Anwohner, Unternehmer und Einzelhändler denken. Wir wollen und werden Ihre Anregungen berücksichtigen und mit einfließen lassen in das künftige „Integrierte Handlungskonzept Zentrum Buer“.
Ja, in den kommenden Monaten kommt es auch mit auf Sie an, auch Sie können mit Ihrer Meinung und Ihren Ideen die Zukunft der Buerschen Innenstadt mitgestalten. Das wird ein spannender Prozess, auf den ich mich freue. Schließlich wissen wir ja, wie es geht – wie aus etlichen Ideen ein Plan entsteht und dann ein großer Schritt nach vorn!
Ihr
Frank Baranowski