18. Mai 2016, 10:32 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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In seiner Monatsreihe „Autorenfilme“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 22./23. Mai, „Birnenkuchen mit Lavendel“ und am Dienstag, 24. Mai, folgt das Drama „Mein Ein, mein Alles“. Am Mittwoch, 25. Mai, steht die der Film „Carol“ auf dem KoKi-Programm.
Von Sonntag bis Dienstag finden die Veranstaltungen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) statt und beginnen im Normalfall am Sonntag um 12.45 Uhr und ansonsten um 18 und 20.30 Uhr. Mittwochs finden die KoKi-Vorstellungen in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) ab 19.30 Uhr statt.
Mit dem Film „Birnenkuchen mit Lavendel“ gelingt dem französischen Regisseur Éric Besnard eine liebevoll erzählte romantische Komödie, die sich mit der Verständigung zwischen Herz- und Kopfmenschen auseinandersetzt. Ausgezeichnet bei den Französischen Filmtagen Tübingen / Stuttgart mit dem Publikumspreis. — Louise (Virginie Efira) lebt zusammen mit ihren beiden Kindern auf einem Hof in der Provence. Seit dem tragischen Unfalltod des Ehemanns muss sie sich allein um die angeschlossene Birnbaumplantage und die Bienenstöcke kümmern. Unglücklicherweise steht der Betrieb kurz vor dem Ruin, denn die Kunden zweifeln inzwischen an der Qualität von Louises köstlichen Produkten und die Hausbank will den Kredit kündigen. Darüber hinaus begegnen die andern Bauern der Ortsfremden weitgehend feindselig. Und als hätte sie nicht schon genug Probleme, da läuft ihr auch noch ein Mann (Benjamin Lavernhe) vors Auto. Louise nimmt den Leichtverletzen mit nach Hause, nicht ahnend, dass der anhängliche und sensible Sonderling positive Veränderungen herbeiführen soll.
Die vierte Regiearbeit „Mein Ein, mein Alles“ der französischen Schauspielerin Maïwenn Le Besco beeindruckt als ein hochemotionales Drama, das in Rückblenden die strahlenden und düsteren Seiten einer intensiven Beziehung erkundet. Im Kern erzählt der exzellent gespielte und feinfühlig inszenierte Film davon, dass die Liebe ein beklemmender Kerker mit offener Tür sein kann, durch die man sich nicht zu fliehen traut. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Cannes mit dem Preis für die „Beste Darstellerin“ (Emmanuelle Bercot). — Nach einem schweren Skiunfall muss Tony (Emmanuelle Bercot) in einem Reha-Zentrum nicht nur mühsam das Gehen neu erlernen, sondern auch das inneres Gleichgewicht wiederfinden. Während dieser Zeit blickt die junge Frau auf ihre turbulente Beziehung mit Georgio (Vincent Cassel) zurück. Warum haben sie sich geliebt? Wer ist dieser Mann, dem sie so verfallen war? Und wie konnte sie es zulassen, sich einer so zerstörerischen Leidenschaft hinzugeben? Vor Tony liegt ein langer Heilungsprozess – und gleichzeitig die Chance, die Stücke ihrer zerbrochenen Persönlichkeit neu zusammenzusetzen, um am Ende vielleicht wieder frei zu sein.
Der Film „Carol“ von Regisseur Todd Haynes spielt im New York der 1950er-Jahre: Therese (Rooney Mara) hält sich mit einem Job als Kaufhaus-Verkäuferin über Wasser und träumt von einem besseren Leben. Eines Tages lernt sie die attraktive Kundin Carol (Cate Blanchett) kennen. Die beiden kommen sich immer näher – sehr zum Missfallen von Carols wohlhabendem Ehemann Harge (Kyle Chandler). Um Carol das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter zu entziehen, setzt er auf die beiden frisch verliebten Frauen einen Privatdetektiv an.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10-er Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.