22. April 2016, 10:54 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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In seiner Reihe „Filmwunsch“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag und Montag, 24. und 25. April 2016, „Suffragette – Taten statt Worten“ von Sarah Gavron. In der Monatsreihe „Oscar 2016“ folgt am Dienstag, 26. April 2016, der Film „Raum“ von Lenny Abrahamson (Gehörlosen-App verfügbar). Am Mittwoch, 27. April 2016, steht die Tragikomödie „Ewige Jugend“ von Paolo Sorrentino auf dem KoKi-Programm.
Von Sonntag bis Dienstag finden die Veranstaltungen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) statt und beginnen im Normalfall am Sonntag um 12.45 Uhr und ansonsten um 18 und 20.30 Uhr. Mittwochs finden die KoKi-Vorstellungen in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) ab 19.30 Uhr statt.
1903 gründete Emmeline Pankhurstin Großbritannien die „Women’s Social Political Union“, eine bürgerliche Frauenbewegung, deren Mitglieder „Suffragetten“ genannt wurden. Mit passivem Widerstand, später aber auch mit deutlich radikaleren Maßnahmen, kämpften sie für das Frauenwahlrecht und die allgemeine Gleichstellung der Frau. Im Rahmen eines vielschichtigen und packenden Dramas erinnert die britische Regisseurin Sarah Gavron authentisch an die fast vergessenen Aktivistinnen. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
London, 1912: Maud (Carey Mulligan) arbeitet für einen Hungerlohn unter entwürdigenden Bedingungen in einer Großwäscherei und muss dort die Anzüglichkeiten ihres Chefs ertragen. Eines Tages gerät sie zufällig in einen Aufstand der „Suffragetten“ und sieht erschrocken zu, wie die Anhängerinnen dieser Frauenbewegung Steine werfen und feministische Parolen schreien. Maude will zunächst nichts von der Gruppierung wissen, doch im Lauf der Zeit führen diverse Umstände dazu, dass sie sich mit den „Suffragetten“ identifiziert – bis sie schließlich bereit ist, für ihre Ideale alles zu riskieren.
Entführt, missbraucht und jahrelang in einem Verlies eingesperrt. Von diesem erschütternden Schicksal erzählt Lenny Abrahamsons ausgesprochen einfühlsames, intensives und nie spekulatives Drama „Raum“, das den Fokus auf eine symbiotische Mutter-Kind-Beziehung unter extremen Bedingungen legt und ein psychologisch vielschichtiges Bild über die Wahrnehmung der Welt zeichnet. Ausgezeichnet u. a. mit einem „Oscar“ 2016 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ (Brie Larson) und mit einem „Golden Globe“ 2016 in der gleichen Kategorie (Sektion Drama) sowie mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“.
Es sind nur neun Quadratmeter, die der aufgeweckte fünfjährige Jack (Jacob Tremblay) bisher kennengelernt hat. Geboren im spärlich ausgestatteten „Raum“, setzt seine fürsorgliche und liebevolle Mutter „Ma“ (Brie Larson) alles daran, ihm durch Rituale und Spiele eine glückliche Kindheit zu ermöglichen. Mit Fantasie weiß „Ma“ jeder neugierigen Frage zu begegnen. Sie vermittelt Jack, dass es außerhalb des „Raums“ keine andere Welt gibt, und dass die Menschen im Fernseher nicht wirklich existieren. Doch als Jacks Neugier wächst und „Ma“ an die Grenzen der Belastbarkeit gerät, wird das fragile Konstrukt, das ihr gemeinsames Leben in Gefangenschaft zusammenhält, brüchig. „Ma“ enthüllt die Wahrheit und fasst den Entschluss, mit Jack die Flucht zu wagen.
Im Film „Ewige Jugend“ verbringen die beiden langjährigen Freunde Fred Ballinger (Michael Caine) und Mick Boyle (Harvey Keitel) ihren Urlaub gemeinsam in einem Wellnesshotel am Fuß der Alpen. Komponist und Dirigent Fred genießt mittlerweile seinen Ruhestand. Der Filmregisseur Mick ist dagegen in Gedanken häufig bei seinem nächsten Projekt. Auch Fred holt seine eigentlich bereits niedergelegte Arbeit bald ein, als er die Anfrage erhält, für die Queen persönlich ein Konzert zu dirigieren. Fred lehnt jedoch dankend ab, da er viel lieber gemeinsam mit Mick in Ruhe über das Leben, die Liebe und das Alter philosophiert.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.