01. November 2012, 00:00 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
2012
Die Geschwister Jeanne und Simon lauschen einem Notar, der ihnen das Testament ihrer Mutter vorliest. Es enthält zwei Briefe: einen an den unbekannten Vater und einen zweiten an einen Bruder der beiden, von dessen Existenz sie nichts wissen. Die Geschwister werden aufgefordert, die Briefe zu überbringen. Aber wie soll man den verschollenen Vater und den anonymen Bruder finden?
Die Mutter ist vor etlichen Jahren aus dem Nahen Osten nach Kanada geflohen und hat dort ihre beiden Kinder großgezogen. Für die Tochter Jeanne bedeutet es jetzt, zurück in die Heimat der Mutter zu fahren und ihrem Lebensweg in diesem fremden Land zu folgen, um die beiden Unbekannten aufzuspüren. Es ist eine Reise in den Schrecken, eine Odyssee durch ein vom Bürgerkrieg zerrissenes Land und in eine entsetzliche Vergangenheit, die eine tragische Biographie Schritt für Schritt aufdeckt.
Der Film „Die Frau die singt“ wird getragen von einer immensen Spannung, die sich langsam und kontinuierlich aufbaut und auf einen dramatischen Höhepunkt zusteuert. Dem kanadischen Regisseur Denis Villeneuve ist mit diesem Film, der ohne lärmende Action-Sequenzen auskommt, aber ein großartiges Gespür für Spannungsbögen entwickelt, ein bewegendes Meisterwerk gelungen!
Klaus Scheibe
DVD FRA
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