02. Januar 2014, 11:39 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
USA, 1951
Mögen Sie alte Hollywood-Filme? Auch in schwarzweiß? Dann dürfte der Film „Reise ins Ungewisse“ genau das Richtige für Sie sein. Spannung, Humor, Liebe und Familie. Davon hat dieser Film alles, was das Herz begehrt.
Der weltfremde Flugingenieur Theodore Honey, verwitwet, eine wohlerzogene Tochter im Teenie-Alter, stellt die Theorie auf, dass ein bestimmter Flugzeugtyp durch einen Materialfehler nach etwa 1400 Flugstunden unweigerlich abstürzen wird. Natürlich glaubt ihm niemand und den Beweis anzutreten ist ein höchst gefährliches Unternehmen.
Der deutsche Exilant Henry Koster (eigentlich Hermann Kosterlitz) hat diesen Film mit viel Gespür für Timing 1951 gedreht. Seine Hauptdarstellerin ist die ebenfalls aus Deutschland emigrierte Diva Marlene Dietrich, die – was auch sonst - eine Hollywood-Diva spielt. Der schlaksige James Stewart mimt den schusseligen Ingenieur, der fast allen furchtbar auf die Nerven geht. Reizend ist die Szene, wenn Stewart im Flugzeug linkisch an seinem Sicherheitsgurt nestelt und mit unschuldigem Augenaufschlag versichert, er sei noch nie geflogen. In Wirklichkeit ist James Stewart der höchstrangige Hollywood-Star bei den amerikanischen Streitkräften im Zweiten Weltkrieg gewesen. Er brachte es bis zum Brigadegeneral – bei der Luftwaffe!
„Die Reise ins Ungewisse“ ist altmodisches und gemütliches Unterhaltungskino aus Hollywoods Glanzzeiten. Also, angenehmen Flug in die Welt des wunderbaren, längst verschwundenen Kintopp-Zeitalters.
Klaus Scheibe
DVD-FILM REI
Zentralbibliothek