01. April 2016, 08:00 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
Inhalt: Sämtliche Werke für Orgel (Katalogtitel: Werke Org)
Interpret: András Virágh, Orgel (Angster-Orgel in der Kathedrale von Pécs)
5 CDs, 1997
STE 20 LIS
Zentralbibliothek
Kurzbiographie:
Franz Liszt, im Ungarischen Liszt Ferencz, wie er sich auch selbst schrieb, oder in neuerer Schreibweise Ferenc, war Komponist, Pianist, Dirigent, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller. Liszt war einer der prominentesten Klaviervirtuosen und einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er hat in vielen unterschiedlichen Stilen und Gattungen komponiert und war ein Wegbereiter der „programmatischen Musik“ (sinfonische Dichtungen) und wird mit seinen Hauptwerken zur „Neudeutschen Schule“ gezählt. Er war Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. Im Alter von 54 Jahren empfing Liszt in Rom die „niederen Weihen“ und den Titel Abbé. (Wikipedia)
CD-Information:
Liszt hat neben dem umfangreichen Klavierwerk auch für die Orgel komponiert. In einem Bericht Franz Brendels über das Einweihungskonzert der Merseburger Domorgel wurde der damals empfundene moderne Charakter der Orgel und ihre Bedeutung als Vorposten eines neuen von Liszt kreierten Orgelstils akzentuiert: " … Liszt nimmt jetzt zur Orgel eine ähnliche Stellung ein, wie früher zum Pianoforte. Wie er früher das Pianoforte zu behandeln vermochte, einzig in seiner Art, so weiß er jetzt auf der Orgel den ganzen Glanz und die ganze Pracht des Instrumentes zur Darstellung zu bringen. Ich muß bekennen, daß ich überrascht war durch Liszts Composition, indem sich mir der Fortschritt nach einer bis jetzt noch nicht zur Behandlung gekommenen Seite hin offenbarte und Blicke in eine zukünftige Entwicklung der Orgelmusik sich darboten. [...]". Im „Searle Verzeichnis" (Verzeichnis nach Humphrey Searle, 1966) finden sich insgesamt 11 Werke. (Wikipedia)
Die Orgelwerke von Ferenc Liszt nehmen einen bedeutenden Platz im kompositorischen Schaffen des Meisters ein. Seine Biographen haben wiederholt darauf hingewiesen, dass er schon in jüngeren Jahren großes Interesse für Orgelmusik bekundete. (Im kleinen Kreise setzte er sich oftmals gerne an die Orgel und begeisterte seine Hörer durch Improvisationen.) Sein Interesse für die Ausnutzung der Klangfarben des Instrumentes brachte ihn sogar soweit, ein besonderes Instrument zu entwerfen, eine Vereinigung von Orgel (Harmonium) und Klavier, das seine schöpferischen Mittel erweitern sollte. … Es ist interessant, dass Liszt erst auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn für die Orgel zu komponieren begann. Den größten Teil der Orgelwerke und Orgelbearbeitungen hat er in den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens geschrieben (mit Ausnahme der 1850, im Alter von 39 Jahren komponierten großartigen Phantasie und Fuge „Ad nos, ad salutarem undam“), und er befasste sich bis an sein Lebensende mit Werken dieser Art. Er komponierte aber nicht nur selbständige Orgelmusik, sondern hielt auch mehrere seiner für andere Instrumente geschriebenen Werke für die Klangwelt der Orgel für geeignet und übertrug daher zahlreiche Orchester-, Instrumental- und Vokalkompositionen (Orpheus, Dante, Spozalizio, Excelsior usw.). (Beiheft)
Klaus Scheibe