23. April 2009, 11:46 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
2008
Ismael Leseur - was für ein Name! (hätten seine Eltern bei seiner Geburt bloß nicht an diese Moby-Dick-Nummer gedacht!)
Und wie gehst du mit ihm um, wenn du 14 Jahre alt bist und allein durch ihn zur Zielscheibe von Barry Bagsley und seinem Gefolge wirst? Diese Klassenchaoten überschütten Ismael mit ihrem unerschöpflichen Repertoire an kreativen Einfällen - Tag für Tag. Ismaels Schulalltag: die reine Hölle! Seine Überlebensstrategie: wortloses Hinnehmen der dauernden Schikanen und der halbherzige Versuch, sich unsichtbar zu machen.
Bis zu dem Tag, an dem ein Neuer in der Klasse auftaucht: James Scobie. Auf den ersten Blick ein mickriger Knabe mit bizarren Angewohnheiten, die ihn zu einer perfekten Zielscheibe machen. Doch scheinbar angstfrei gelingt es Scobie, allein durch die Macht der Sprache, die Klassenchaoten in ihre Schranken zu verweisen. Und Ismael spürt sofort eine Seelenverwandtschaft…
Doch dann gründet James Scobie einen Debattierclub und ehe sich Ismael versieht, ist er Mitglied. Er, für den allein die Vorstellung, schon vor ein paar Leuten zu reden, die reinste Horrorvorstellung ist. Schneller als befürchtet kommt Ismaels Einsatz bei einem Debattierwettbewerb. Na großartig! Doch am Ende hat die ungewöhnliche Freundschaft zwischen James, Isamael und den Debattierern Ismael das nötige Selbstbewusstsein verschafft, allein durch die Macht der Sprache und durch den Einsatz des Verstandes. Auch wenn der Leser zunächst denkt: was für ein Titel und was für ein Cover!, so verbirgt sich zwischen den Buchdeckeln eine sprachwitzige Geschichte zum Thema Mobbing.
Unbedingt lesen - oder vorlesen lassen - beides ein großer Genuss, auch für Erwachsene!
auch als Hörbuch
Vera Piontek-Krebber
J Besondere Themen BAU
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