25. Februar 2016, 10:44 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen besitzt mehr als 2300 grafische Blätter von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis hin zu ganz aktuellen Positionen. Diese werden nun in gleich zwei Projekten einer umfangreichen Revision unterzogen. Dadurch wird das Kunstmuseum die Arbeit mit und an der grafischen Sammlung stärken, sie langfristig erhalten und nutzbar machen.
Zur Vorstellung der Projekte sind die Vertreterinnen und Vertreter der Medien zur Berichterstattung herzlich eingeladen am
Mittwoch, 2. März 2016, um 11 Uhr,
im Kunstmuseum Gelsenkirchen,
Horster Straße 5-7, 45897 Gelsenkirchen.
Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung: Leane Schäfer, Direktorin des Museum, Christiane Wanken, Sammlungsleitung, Martin Schmüdderich, Fotograf und Frauke Jungbluth, Papierrestauratorin.
Das Museum digitalisiert seinen umfangreichen Bestand, um ihn so besser nutzbar machen zu können und gleichzeitig konservatorisch zu schützen. Alle Blätter werden dabei von Martin Schmüdderich, einem überaus erfahrenen und mit der Sammlung des Kunstmuseums bestens vertrauten Fotografen nach den Richtlinien zur Digitalisierung der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) angefertigt und in die neu angeschaffte Museumsdatenbank eingepflegt. Ziel dieses Projekts ist die verbesserte Objektinformation, eine idealisierte Objektverwaltung und eine Langzeitarchivierung der Sammlung.
Da die Papiere bei möglichst konstanten Klima- und Lichtverhältnissen gelagert werden sollten, ist für die Arbeit mit den Blättern eine Digitalisierung von großer Notwendigkeit, da die Blätter somit seltener ihrem Aufbewahrungsort entnommen werden müssen.
Sowohl die Anschaffung der neuen Datenbank (FAUST7) für die Arbeit mit der Sammlung, als auch das Digitalisierungsprojekt wurden vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) großzügig bezuschusst.
Darüber hinaus widmet sich das Kunstmuseum auch der konservatorischen Betreuung der grafischen Sammlung. Säure und Tape schädigen Papier nachhaltig. Die Papierrestauratorin Frauke Jungbluth sichtet nun den gesamten Bestand des Kunstmuseums, befreit ihn in einem ersten Schritt von säurehaltigen Rückständen und ordnet ihn konservatorisch ein. Somit wird innerhalb dieses Projekts auch eine Strategie für den weiteren restauratorischen Umgang mit der grafischen Sammlung des Kunstmuseums erarbeitet. Da Papier die unterschiedlichsten Schäden aufweisen kann, ist diese sorgfältige Sichtung der grafischen Sammlung von größter Wichtigkeit, um den Erhalt der Sammlung nachhaltig gewährleisten zu können.