02. Februar 2016, 08:30 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
Inhalt: Ave Maria à 4 / Kyrie eleison à 4 (Missa) / Gloria in excelsis à 4 (Missa) / Virgo prudentissima à 4 / Virgo salutiferi à 5 / Credo in unum Deum à 4 (Missa) / Alma redemptoris mater – Ave regina à 4 / Illibata Die virgo nutrix à 5 / Sanctus à 4 (Missa) / Benedicta es, coelorum regina / Agnus Die à 4 (Missa) / Salve regina à 5
Interpreten: Manfred Cordes (Dirigent) / Weser-Renaissance Bremen
1 CD
STB 31 JOS
Zentralbibliothek
Kurzbiographie:
Frankoflämischer Komponist. Wohl Schüler von Johannes Ockeghem; er wirkte als Kapellsänger in Mailand (1459-72) und Rom (1486-95), danach in Mailand und Ferrara (bis 1504) und stand in enger Verbindung mit Ludwig XII. von Frankreich und dem Haus Habsburg. Josquin Desprez gilt als bedeutendster Komponist der Renaissance. Er brachte den durchimitierenden A-cappella-Satz mit gleichwertigen Stimmen zu voller Entfaltung. Charakteristisch ist ferner die unmittelbare Beziehung der Musik zum Ausdrucksgehalt des Textes bei völliger Ausgewogenheit des Satzes und des Klanges. Seine über ganz Europa in Drucken und Handschriften verbreiteten Werke umfassen etwa 20 Messen (u.a. „Pangue lingua“), rund 90 Motetten und 70 weltliche Kompositionen (meist Chansons). (Brockhaus Musik)
CD-Information:
Die Marienverehrung der Josquinzeit, die sich in dieser Zusammenstellung von Marienmotetten und einer Messe nachempfinden lässt, begegnet uns nicht als museales katholisches Relikt längst vergangener Zeiten, sondern als lebendiges Klangdokument einer in Musik übersetzen, sinnlich erfahrbaren Gläubigkeit. Dass die verwobenen Polaritäten von Akkord und Ton, Oben und Unten, Frage und Antwort, Drang und Ruhe, Stufe und Sprung in dieser Musik heute weniger als Ausdruck von irdischem und göttlichem Dasein denn als purer Klang empfunden werden, nehmen ihnen nichts von ihrem Reiz. Im Gegenteil: Erheben kann diese Musik noch immer. (Beiheft)
Rezensionen:
„Manfred Cordes und seinen acht Sängern ist nicht weniger als eine berückend schöne, dabei programmatisch geschlossene und wohlüberlegte Josquin-Platte gelungen, die sich in der durchaus breiten Diskographie klar behaupten kann.“ (klassik.com)
„Manfred Cordes und seinen Musikern ist hoher Respekt für den stilsicheren und feinfühligen Umgang mit ihrem Repertoire zu zollen. Exzellente technische Fertigkeiten bedingungslos in den Dienst des jeweiligen Kunstwerks zu stellen und für jedes die richtige musikalische Sprache zu finden und dabei als Interpreten sich keine Sekunde lang in den Vordergrund zu rücken: Das zeichnet Manfred Cordes und sein Ensemble Weser-Renaissance Bremen in besonderer Weise aus." (klassik-heute.de)
„Manchmal schafft es ein Chor, so gut balanciert und lupenrein zu singen, dass die Harmonien etwas überirdisch Leuchtendes bekommen wie alte Kirchenfenster. Genau das ist den acht Spezialisten des Bremer Ensembles Weser-Renaissance gelungen. Josquins um 1500 komponierte Marienmesse, angereichert durch passende Motetten, wird unter der Leitung von Manfred Cordes zur zeitlosen Feier spiritueller Andacht.“ (KulturSpiegel)