22. Januar 2016, 11:22 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das mutige Leben deutschsprachiger Autorinnen während der Verfolgung durch das NS-Regime, im Exil und in den Nachkriegsjahren steht im Zentrum einer szenischen Lesung am Sonntag, 31. Januar, um 18 Uhr im Kulturraum „die flora“ (Florastraße 26, GE-Altstadt). Titel der Veranstaltung: „Geschichte eines ungestümen Herzens“.
Die im „Lauschsalon“ von Anja Bilabel (Sprache) und Sabine Fröhlich (Musik) vorgetragenen Gedichte und Romanausschnitte stammen von sechs Frauen (Nelly Sachs, Gertrud Kolmar, Rose Ausländer, Inge Müller, Mascha Kaleko und Johanna Moosdorf), die durch das Schreiben ihre Stärke wiederfanden. In ihren Texten wird nicht die Opferrolle hervorgehoben, sondern der Widerstand, den diese Frauen leisteten. Immer wieder fragten sie sich, wie es zu den schrecklichen Taten im Nationalsozialismus kommen konnte.
Neben der politischen Historie stellt der Abend auch das Alltagsleben der Frauen, ihre Liebe in den Vordergrund, erzählt von ihrer Leidenschaft zum Schreiben und dem daraus resultierenden öffentlichen Widerstand. Es ist auch ein Abend über das Schreiben selbst als wahrste Stimme, als Waffe und auch als Ventil zur Verarbeitung traumatischer Erlebnisse.
Anja Bilabel, Sprecherin und Schauspielerin, bekannt aus Hörfunk und Theater, rezitiert die spannenden, sensiblen, fantasievollen, aufrüttelnden wie mutigen Texte der Frauen und gibt Einblicke in ihr Leben. Die Musik wird von der renommierten Violinistin und Konzertmeisterin Sabine Fröhlich dargeboten.
Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kartenvorverkauf im Stadt- und Touristinfo im Hans-Sachs-Haus. Kartenreservierungen über Telefon 0209 169-9105.
Redaktioneller Hinweis: Fotodatei (© Fröhlich/Bilabel) anbei.