05. Januar 2016, 14:20 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
"Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen" - von bösen Buben wie Max und Moritz, die der Witwe Bolte, dem Schneider Böck, dem Lehrer Lämpel ihre argen Streiche spielen - und am Ende die verdiente Strafe bekommen.
Für Hörer ab 6 Jahren..
Rezension von Heide Germann:
Wilhelm Buschs "Max und Moritz" erschien 1865, als strenge Erziehung zu Gehorsam das Kindheitsbild prägten. Seine Bildgeschichte bot einen krassen Gegensatz und hat bis heute nichts an Reiz verloren. Sie verspricht Spaß, gleich ob man im Album stöbert oder zuhört, wie Stefan Kaminski lustvoll dem Witz nachspürt, den Figuren Stimme gibt, kräht und bellt, jammert oder brummelt. Kein Zweifel, dass er selbst Spaß hatte, die Verse stimmlich zu füllen. Wer will, kann die Bilder im CD-Booklet mitverfolgen, das weitere Informationen liefert. Zwischen die Kapitel schieben sich jazzige Musiktakte von Jürgen Treyz, die Witz und Leichtigkeit wunderbar spiegeln. Auch die 5 fabelartigen Gedichte, die Mechthild Großmann mit ausdrucksstarker, heiserer Stimme spricht, sind weit mehr als bloße Zeit füllende Zugaben!
Ein empfehlenswerter Hörspaß!
Jutta Schwichternberg
J HÖRBUCH MAX
Stadtteilbibliothek Buer