01. August 2014, 09:14 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
2014
Der französische Autor Jean Echenoz zeichnet in seinem Roman mit dem lapidaren Kürzesttitel „14“ am Beispiel von mehreren jungen Franzosen, die untereinander befreundet oder verwandt sind, das Geschehen dieses ungeheuren Krieges nach. Jenseits von Sachbüchern und Filmdokumentationen beschreibt er nüchtern, aber umso erschreckender die Erlebnisse dieser Personen, die das Geschehen kaum begreifen oder analysieren können. Die wesentlichen Charakteristika dieses ersten globalen Krieges hat der Autor dabei fein herausgearbeitet. Der Grabenkrieg, die Giftgasangriffe, die ersten Luftschlachten, Tod und Verwundungen, die Folgen von Desertationen, ja selbst die Rolle, die Tiere in dem Kampfgeschehen spielten sowie die Ungewissheit der Zivilbevölkerung zuhause über das Schicksal ihrer Angehörigen finden Platz in diesem recht schmalen aber eindrucksvollen Büchlein.
Neben den großen Klassikern der Weltliteratur über den Ersten Weltkrieg wie zum Beispiel „Im Westen nichts Neues“ dürfte auch dieses kleine Juwel seinen Platz erhalten.
Klaus Scheibe
ZB ECH
Zentralbibliothek, Stadtteilbibliothek Buer