02. August 2009, 14:25 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
Die Musikwelt hat 2009 gleich drei Jubiläumsjahre großer Komponisten gefeiert. Joseph Haydn starb vor 200 Jahren, im gleichen Jahr 1809 wurde Felix Mendelssohn Bartholdy geboren. 1759, also vor 250 Jahren starb in London der aus Halle an der Saale stammende, 1685 geborene Georg Friedrich Händel, der sein Grab in der Westminster Abbey in London fand. Dort steht auf seiner Grabplatte der Name „George Frederic Handel". Händel lebte ab 1712 bis zu seinem Tod fast ausschließlich in London, und viele Engländer halten ihn für ihren bedeutendsten Komponisten. Immerhin gehören seine Feuerwerks- und seine Wassermusik, sein Jubelchor „Hallelujah" aus dem „Messias" und sein andächtiges Largo aus der Oper „Xerxes" („Ombra mai fu") zu den bekanntesten Stücken der gesamten Musikliteratur.
Die Gelsenkirchener Stadtbibliothek besitzt neben einer Kritischen Gesamtausgabe der Noten, zu der jetzt vor wenigen Tagen die Oper „Ottone" hinzu gekommen ist, eine umfangreiche CD-Sammlung der Werke Georg Friedrich Händels. Da sind zunächst seine Opern (z. B. „Giulio Cesare in Egitto", „Xerxes/Serse", „Arminio", „Rodrigo", „Semele", „Agrippina" und zuletzt in den Bestand aufgenommen: „Alcina"), seine Oratorien („Messias", „Judas Maccabaeus", „Jephta", „Israel in Egypt", „Samson" usw.), aber auch seine Instrumentalwerke wie die Concerti grossi oder die Orgelkonzerte.
Fast das Gesamtwerk dieses genialen Barockkomponisten bis hin zu selten gespielten Stücken wie das „Dettinger Tedeum" sind in der Stadtbibliothek zu finden. Wer den vielseitigen deutsch-englischen Komponisten Georg Friedrich Händel noch nicht kennt, kann mit den CDs eine hochinteressante Entdeckungsreise durch eine reizvolle barocke Musikwelt antreten.
Klaus Scheibe
STD 50 HAE u.a.
Zentralbibliothek, Stadtteilbibliothek Buer