01. Oktober 2009, 00:00 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
1995
Es gibt in der Musikgeschichte Komponisten, deren Namen oft nur durch eine einzige Komposition in Erinnerung geblieben ist. Dazu gehört auch Édouard Lalo (1823-1892), dessen 2. Violinkonzert die zusätzliche Bezeichnung „Symphonie espagnole" bekommen und sich bis heute im Konzertrepertoire gehalten hat. Dass Lalo darüber hinaus auch weitere interessante Orchestermusik teilweise mit Solistenparts geschrieben hat, macht eine Aufnahme mit dem Staatsorchester Frankfurt (Oder) unter der Leitung von Nikos Ahtinäos deutlich. Auf der CD sind die Sinfonie g-moll von 1889, ein munteres Scherzo, eine Serenade für Violine, die sich für jeden Geiger als glänzende Zugabe eignet und das Klavierkonzert in f-moll zu hören. Lalo, der von Wagner beeinflusst war, aber auch schon zum Impressionismus hinführt, macht im Hauptthema dieses Konzerts den Eindruck als habe er schon siebzig Jahre zuvor an der Filmmusik zu „Lawrence von Arabien" gebastelt. Eine CD für Entdecker!
Klaus Scheibe
STG 10 LAL
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