09. Oktober 2015, 10:00 Uhr | aGEnda 21-Büro
Die Vision der „Lernenden Stadt Gelsenkirchen“ konkretisiert sich - Workshops und Konferenzen im Rahmen des Wettbewerbs Zukunftsstadt gab es bereits einige. Für alle, die an diesen Terminen aber bislang nicht teilnehmen konnten, hat das Projekt-Team nun eine neue Form der Beteiligung entwickelt: die virtuelle Pinnwand. Unter der Adresse www.DeineVisionfuerGE.de kann man sich nicht nur Informieren, sondern auch seine eigenen Ideen und Visionen für die Stadt im Jahre 2030 platzieren.
„Wie soll deine Stadt lernen?“ - so heißt die Leitfrage, die auf der Internetplattform beantwortet werden soll. Und das auch mithilfe von Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger Gelsenkirchens, denn um sie und ihre Zukunft in der Stadt soll es gehen. „Bürgerbeteiligung ist ein wichtiger Bestandteil unsere Beitrags zum bundesweiten Wettbewerb Zukunftsstadt“, erklärt Dr Manfred Beck. „Sie einfach und möglichst barrierefrei zu gestalten ist aber nicht immer einfach. Das Medium digitale Pinnwand aber ist eine gute Möglichkeit.“
Auf der Internetseite können einzelne Beiträge in Form von Text, Ton und Video „angepinnt“ werden. Außerdem können hier auch Fotos und Dateien in verschiedenen Formaten hochgeladen werden. Die einzelnen Anregungen werden dann zum Ende des Jahres ausgewertet und fließen mit den Ergebnissen der Workshops und Konferenzen in die gesamtstädtische Vision ein.
Gleichzeitig schafft die Pinnwand Transparenz hinsichtlich des aktuellen Stands des Wettbewerbs und der Arbeit aller beteiligten Akteure. Denn die Pinnwand zeigt: aktuelle Termine, Teilprojekte, Protokolle und Fotos von Sitzungen und Konferenzen sowie stichpunktartige Notizen der Ergebnisse. Auch wer sich nur über den Prozess informieren möchte, ist hier also genau richtig.
Die virtuelle Pinnwand kann unter www.DeineVisionfuerGE.de aufgerufen und benutzt werden. Eine ausführliche Anleitung zur genauen Nutzung ist auf der Pinnwand hinterlegt.
Die „Zukunftsstadt“ ist ein Wettbewerb, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Wissenschaftsjahr 2015 ausgerufen hat. Dabei hat Gelsenkirchen den Schwerpunkt auf die Zukunftsstadt als „lernende Stadt“ gelegt. Denn Bildung ist der Schlüssel für Armutsbekämpfung und Zukunftsfähigkeit. Dafür wird nun eine gemeinsame Vision für die „lernende Stadt“ entwickelt. Neben den Akteuren der Stadtgesellschaft kann sich jeder Mitbürger daran beteiligen.
Dies kann durch die Teilnahme an einem Expertenworkshop geschehen, es kann aber auch ein eigener Workshop im Rahmen des eigenen Netzwerkes organisiert werden. Vorschläge von Bildungsprojekten aus Gelsenkirchen, die Teil des Bildungsnetzwerkes rund um den Wettbewerb sein sollten, werden ebenfalls gerne entgegen genommen.
Denn die Workshops, Konferenzen und Befragungen zur Zukunftsstadt 2030+ richten sich an alle Bürger. Bei den ersten beiden Experten- und Verwaltungsworkshops sind bereits einige Ideen zusammengekommen, wie man gesamtstädtische Strategien entwickeln, Netzwerke aufbauen, Synergien durch Zusammenarbeit und Partizipation schaffen kann. Auch Ideen für Maßnahmen und Projekte sind bereits entstanden, von Lernorten, Kultur als Chance über Wissens- und Erfahrungstransfer bis hin zu neuen Lernformen, Projekten und pädagogischen Konzepten.