01. November 2014, 10:53 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
Inhalt: Ballata delle gnomini / Trittico Botticelliani / Suite für Orgel und Streichorchester G-dur / Adagio mit Variationen für Violoncello und Orchester
Interpreten: Geoffrey Simon (Dirigent)/Philharmonia Orchestra
Katalogtitel: Ballata delle gnomini
Kurzbiographie:
Respighi war der Sohn eines Klavierlehrers und erhielt als Kind Violin- und Klavierunterricht. Von 1891 bis 1899 studierte er am Liceo musicale in Bologna Violine und Viola bei Federico Sarti sowie Komposition bei Luigi Torchi und Giuseppe Martucci. Nach seinem Abschluss am Liceo hatte er eine kurze Anstellung als Bratschist im Orchester der Stadt Bologna und nahm dann 1900/01 und nochmals 1902/03 ein Engagement an die Opera Italiana im Theater in Sankt Petersburg an. Dort begegnete er Nikolai Rimski-Korsakow, bei dem er einige Kompositionsstunden nahm und dessen farbige Orchesterbehandlung ihn stark beeinflusste. 1902 studierte er außerdem kurz bei Max Bruch in Berlin. Von 1903 bis 1908 arbeitete er wieder als Orchestermusiker in Bologna und trat dabei zunehmend mit eigenen Kompositionen sowie mit Bearbeitungen barocker Werke hervor. Ein zweiter Aufenthalt in Berlin 1908/09, wo er seinen Lebensunterhalt als Pianist in einer Gesangsschule verdiente, weitete seinen musikalischen Horizont nochmals und brachte ihm erste kompositorische Anerkennung außerhalb Italiens ein. Mit der Aufführung seiner Solokantate Aretusa 1911 wandte sich Respighi verstärkt der Klavierbegleitung zu. Da seine Hoffnung auf eine feste Anstellung am Liceo musicale in Bologna nicht in Erfüllung ging, nahm er 1913 eine Professur für Komposition am Liceo musicale di S. Cecilia in Rom an. Zu seinen Schülern gehörte ab 1915 die Komponistin und Sängerin Elsa Olivieri Sangiacomo, die Respighi 1919 heiratete. Die Ehe blieb kinderlos. Respighis endgültiger Durchbruch als Komponist gelang 1916 mit der sehr erfolgreichen Aufführung seiner Fontane di Roma. 1923 wurde er Direktor des Conservatorio di S. Cecilia (wie das Liceo musicale di S. Cecilia seit 1919 hieß), gab diese Position jedoch 1926 wieder auf, da sie ihm nicht genügend Zeit zum Komponieren ließ. Seine Lehrtätigkeit setzte er aber bis 1935 fort. In seinen späteren Jahren unternahm Respighi zahlreiche Reisen im In- und Ausland zur Aufführung seiner Werke, wobei er sowohl als Dirigent als auch als Klavierbegleiter (meist seiner Frau), gelegentlich auch als Solopianist auftrat. Seine Musik erfreute sich auch bei der faschistischen Regierung großer Beliebtheit, ohne dass sich Respighi jedoch enger mit ihr einließ. Ab 1933 konnte Respighi aus gesundheitlichen Gründen keine neuen Originalwerke mehr vollenden. Er starb im Alter von knapp 57 Jahren an einem Herzleiden. Seine Frau Elsa überlebte ihn um 60 Jahre und kümmerte sich während dieser Zeit intensiv um die Pflege seines musikalischen Erbes. (Wikipedia)
Rezension:
„Ob plakativ-deftig oder subtil-fragil, stets kommt Respighis meisterhafte Instrumentationskunst fabelhaft zur Geltung. Dass wirklich an allen Pulten nur die Besten sitzen, zeigt sich wenn Nebeninstrumente wie Es-Klarinette, Kontrafagott oder Englischhorn mit brillanten Soli glänzen. Die Aufnahmetechnik überzeugt sowohl zwei- als auch mehrkanalig.“ (Fono-Forum)
STH 8 RES (1 CD)
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