18. September 2015, 15:48 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Ein blutiger Krieg in Syrien, Terrorregime in Eritrea und anderen afrikanischen Ländern, bittere Perspektivlosigkeit in Nordafrika. Keiner verlässt seine Heimat ohne Not. Und bei den Flüchtlingsdramen auf dem Mittelmeer haben viele Menschen ihr Leben verloren. Diejenigen, die es bis zu uns geschafft haben, brauchen jetzt unsere Hilfe.
Und die vergangenen Wochen haben gezeigt: Wir in Gelsenkirchen sind bereit zu helfen. Ob es nun Kita-Kinder sind, die ihr Spielzeug hergeben, Kleiderspenden die bei den Wohlfahrtsorganisationen abgegeben werden, oder Hausbesitzer, die Wohnraum bereitstellen und pensionierte Lehrer, die Deutsch-Unterricht geben wollen. Die Welle der Hilfsbereitschaft ist ungebrochen.
Besonders lobenswert ist auch die vorbildliche Gastfreundlichkeit mit der Flüchtlinge in Scholven aufgenommen wurden. Dies zeigte sich unter anderem bei zwei Bürgerversammlungen, die der Präventionsrat durchgeführt hat. Die Stadt Gelsenkirchen wird auch weiter den Austausch aller Akteure vor Ort suchen, ob in Rotthausen, Buer oder Feldmark.
In diesen und anderen Stadtteilen sollen in der Regel auch weiterhin Flüchtlinge dezentral in Wohnhäusern untergebracht werden. Turnhallen oder die Emscher-Lippe Halle sind nicht als Dauerlösung geplant, sondern den besonderen Umständen geschuldet. Über 1000 Flüchtlinge hat Gelsenkirchen allein im Jahr 2015 aufgenommen. Ob dauerhaft oder wie in den Notunterkünften nur vorübergehend leben damit mittlerweile fast 3500 Flüchtlinge in Gelsenkirchen, darunter viele Kinder, die unsere besondere Hilfe bedürfen.