01. März 2015, 15:30 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
2000
Inhalt: Album de Mai op. 10. Fünf romantische Szenen für Klavier / 2 Intermezzi / Humoresques de Concert op. 14 / Variationen und Fuge op. 23
Interpret: Adam Wodnicki (Klavier)
Katalogtitel: Paderewski, Ignacy Jan: Werke Kl [Auswahl]
Kurzbiographie:
Paderewski war ein polnischer Pianist, Komponist und Politiker. 1919 wurde er Ministerpräsident und Außenminister der Zweiten Polnischen Republik. Von 1872 bis 1878 studierte er am Konservatorium der Musikakademie Warschau. Als Pianist erreichte er 1887 erste öffentliche Anerkennung. Zum großen Erfolg wurde seine Tournee in den Vereinigten Staaten in den Jahren 1891 und 1892. Sein bekanntestes Werk als Komponist ist das 1888 entstandene Konzert für Klavier und Orchester in a-moll (op. 17). 1896–1902 hatte er seinen Wohnsitz in der Villa Riond-Bosson in Tolochenaz am Genfersee, anschließend siedelte er in die USA über. Dort begann er seine politischen Aktivitäten. Während des Ersten Weltkrieges unterstützte er dank seiner guten politischen Kontakte die Bemühungen nach Wiederherstellung der Souveränität Polens und vertrat das Polnische Nationalkomitee (Polski Komitet Narodowy) zwischen 1917 und 1919 in den USA. Im Anschluss an ein Konzert im Weißen Haus hat er in einem langen Gespräch Präsident Woodrow Wilson dazu bewegen können, die Wiederentstehung des polnischen Staates zu einer seiner Kernforderungen für die Neuordnung Europas zu machen (Punkt 13 in Wilsons 14-Punkte-Programm). Gemeinsam mit Roman Dmowski führte er die polnische Delegation auf der Friedenskonferenz in Paris an und unterzeichnete für Polen den Versailler Vertrag. 1925 wurde er in London mit dem Großkreuz des Order of the British Empire (GBE) ausgezeichnet. Paderewski starb in den USA, wo sein Leichnam im Arlington National Cemetery aufbewahrt wurde, ehe er nach Wiederherstellung der Republik Polen 1989 in seine alte Heimat überführt und in der Warschauer Johanneskathedrale beigesetzt werden konnte. Nach Paderewski wurden der Flughafen Bydgoszcz (Bromberg) und die Musikakademie Posen benannt. Das Frederic-Chopin-Institut in Warschau gibt seit über 60 Jahren die Paderewski-Edition heraus, die lange Zeit als maßgebliche Ausgabe der Werke Frederic Chopins galt. (Wikipedia)
CD-Information:
Paderewski wollte vor allem Komponist sein, doch den größten Ruhm und Erfolg brachte ihm seine Karriere als Pianist und Politiker ein. Zeitgenossen sahen den Pianisten als Nachfolger von F. Liszt und Anton Rubinštejn an. Paderewski entwickelte einen eigenen Vortragsstil (u. a. häufiges tempo rubato); Berichten seiner Schüler zufolge interpretierte er meisterhaft, wobei er den Ausdrucksgehalt der Werke ‚deklamierte’. Besonders zeichnete er sich durch seine Aufführung von Musik der Romantik aus, aber auch durch das Spiel der Beethoven-Sonaten und eigener Werke. Der größte Teil von Paderewskis Kompositionen (bis op. 17) entstand vor seinem Pariser Debüt (1888) und knüpfte an die sog. Nationalen Schulen des 19. Jh. an; Elemente der polnischen Volksmusik benutzte er sogar in der Oper, wo auch Einflüsse der Dramen R. Wagners sowie französischer und italienischer Opern erkennbar sind. Etwa ab 1903 zeigt Paderewskis Schaffen auch neuere Tendenzen (insb. die fast modernistischen Lieder op. 22), wenngleich er erklärte, er identifiziere sich nicht mit dem zeitgenössischen Schaffen. (Musik in Geschichte und Gegenwart, Band 12, Stuttgart 2004).
STE 10 PAD (2 CD)
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