10. September 2015, 10:57 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Als „Autorenfilm“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 13./14. September, im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) den französischen Spielfilm „Liebe auf dem ersten Schlag“. Als neuer Dokumentarfilm folgt am Dienstag, 15. September, am gleichen Ort „Dior und ich“. Die Vorstellungen beginnen am Sonntag um 12.45 Uhr, ansonsten um 18 und 20.30 Uhr.
In der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) präsentiert das KoKi am Mittwoch, 16. September, um 19:30 Uhr das „Oscar“-prämierte Drama „Selma“.
Zwischen witzigen und ernsten Momenten entwickelte Regisseur Thomas Cailley mit „Lieber auf dem ersten Schlag“ eine wunderbar originelle Mischung aus Liebes- und Coming-of-Age-Geschichte, die augenzwinkernd mit Rollenbildern spielt. Ausgezeichnet u. a. mit drei „Französischen Filmpreisen“ („Beste Hauptdarstellerin“, „Bester Nachwuchsdarsteller“ und „Bester Erstlingsfilm“).
Bei einem Selbstverteidigungskurs, den das französische Militär als Werbeaktion am Strand veranstaltet, begegnet der sanftmütige 18-jährige Arnaud (Kévin Azaïs) zum ersten Mal der kratzbürstigen Madeleine (Adèle Haenel) und wird von ihr ohne Umschweife niedergerungen. Ein paar Tage später treffen sich die beiden zufällig wieder. Arnaud ist absolut fasziniert von der jungen Frau, die fest daran glaubt, dass der Weltuntergang kurz bevorsteht. Um für eine postapokalyptische Zukunft gerüstet zu sein, will sie unbedingt an einem Sommercamp der Armee teilnehmen. Arnaud fasst den Entschluss, ihr ins Camp zu folgen.
„Dior und ich“ erzählt die Geschichte von Raf Simons. Anfang 2012 erhält er, der durch eine Männerkollektion unter seinem Namen und die Arbeit bei Jil Sander bekannt wurde, den Posten des kreativen Direktors im Modehaus Dior. Viele zweifeln, ob er der großen Herausforderung wirklich gewachsen ist. Beweisen soll sich der belgische Designer mit einer Haute-Couture-Kollektion, für deren Entwicklung ihm nur acht Wochen bleiben. Frédéric Tchengs spannender und erhellender Dokumentarfilm beobachtete Simons während dieser aufregenden Zeit und fing hautnah all die schönen, stressigen und emotionalen Momente ein. Sichtbar werden ebenso die inneren Mechanismen des Ateliers – von den Entwürfen des Chefdesigners bis zur Umsetzung durch professionelle Schneiderinnen – wie die persönlichen Beziehungen, die sich zwischen den Beteiligten entwickeln. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Seattle, Sydney und Rio de Janeiro.
In „Selma“ befasst sich Ava DuVernay mit einer kritischen Episode im Leben von Martin Luther King Jr. (David Oyelowo). 1964 versucht der Bürgerrechtler und Nobelpreisträger vergeblich, US-Präsident Lyndon B. Johnson zu einer Wahlrechtsreform zu bewegen, die schwarzen Bürgern die gleichen Rechte wie den weißen bringen soll. Dann wird am 17. Februar 1965 in Selma/Alabama ein Schwarzer von der Polizei erschossen, und King organisiert einen Protestmarsch in die Hauptstadt Montgomery. Doch ein riesiges Polizeiaufgebot stellt sich ihnen entgegen. – Regisseurin Ava DuVernay war für einen Oscar nominiert worden. Ausgezeichnet wurden dann aber „nur“ John Legend und Common für den aufrüttelnden Titelsong „Glory“ – aber immerhin mit einem Oscar und einem Golden Globe.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.