01. Mai 2015, 07:45 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
Inhalt: Konzerte für Cembalo und Orchester Nr. 1-6
Interpreten: Paul Nicholson (Cembalo, Dirigent)/The Parley of Instruments Baroque Orchestra
Katalogtitel: Arne,Thomas: Konzert Org Orch
1 CD, 2005
STG 10 ARN
Zentralbibliothek
Kurzbiographie:
Thomas Arne war ursprünglich zum Juristen bestimmt, studierte nebenbei Violinspiel und Komposition bei Michael Christian Festing. Er widmete sich schließlich ganz der Kunst. Sein erstes Werk war die Oper „Rosamond“ (nach einem Libretto von Joseph Addison), die bereits sehr erfolgreich war; noch mehr war dies der Fall mit „Thumb, or the opera of operas“ und 1738 mit der Oper „Comus“ (Text von John Milton), worin Arne viele national-britische Melodien anbrachte, die er mit neuerfundenen Motiven im italienischen und deutschen Stil geschickt verflocht. Nachdem er mit seiner Gattin Cecilia Arne, geborenen Young, einer vortrefflichen Sängerin und Schülerin Francesco Geminianis, während zweier Jahre mit Beifall in Irland aufgetreten war, wurde er 1745 zu London als Komponist für die Vauxhallgärten angestellt, wo er durch kleine, seine Individualität am reinsten zeigende Gesangsstücke großes Aufsehen erregte. Seine Fähigkeit, auch im italienischen Stil zu schreiben, zeigt seine 1762 aufgeführte Oper „Artaxerxes“ (nach Metastasio). Außer Opern, deren er im ganzen 30 (ernste und komische) schrieb, hat er mehrere Oratorien verfasst, die aber neben den Händelschen farblos und dürftig erscheinen. Von Arne stammt auch die Melodie der inoffiziellen englischen Nationalhymne „Rule, Britannia!“: Es ist der Schlussgesang aus der „Masque of Alfred“. Zu seinen Schülern zählte der Musikhistoriker und Komponist Charles Burney. Thomas Augustin Arne starb am 5. März 1778 in London. Sein Sohn Michael Arne war ebenfalls ein geschätzter Komponist. (Wikipedia)
CD-Information:
Arnes sechs Klavierkonzerte erlebten im 18. Jahrhundert ein wechselvolles Schicksal, und wir können uns glücklich schätzen, dass sie überhaupt erhalten sind. Sie erschienen erst 1793 in gedruckter Form, 15 Jahre nach dem Tod des Komponisten, obwohl uns eine faszinierende „Anzeige“ in der Druckausgabe mitteilt, dass Arne vorhatte, sie per Subskription zu veröffentlichen, dass jedoch „auf Grund widriger Umstände, wie sie diesen bedeutenden Mann bekanntlich Zeit seines Lebens heimgesucht haben, die Vorlage nie gedruckt wurde“. Nach Arnes Tod 1778 machte sein unehelicher Sohn Michael den Vorschlag, sie zusammen mit mehreren Chorwerken seines Vaters herauszugeben, doch auch dieses Vorhaben wurde nicht realisiert, und er starb 1786. Glücklicherweise hatte der Verlag Harrison and Co. aus der Londoner Paternoster Row die Urschriften der Konzerte erworben und machte sich endlich ans Werk, sie zu veröffentlichen. Doch selbst da ergaben sich Probleme: Die „Anzeige“ sagt aus, dass der Druckvorgang aufgehalten wurde „auf Grund der erheblichen Schwierigkeit, ein vollständiges Exemplar von einem zu beschaffen, das in verstümmelter Form von dem verstorbenen Mr. Michael Arne abgeliefert worden war.“ Das sei nicht ins Gewicht gefallen, solange Michael Arne am Leben war, „da er allein aus dem Gedächtnis jegliche Mängel zu beheben gewusst hätte.“ Die Lage wurde gerettet durch den Londoner Organisten John Groombridge, der „nicht nur ein vollständiges Exemplar des fehlerhaften Konzerts aufgespürt und herangeschafft, sondern die ganze Werkausgabe vorbereitet, beaufsichtigt und korrigiert hat.“ (Beiheft)
STG 10 ARN
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