01. Juni 2015, 07:45 Uhr | Stadtbibliothek Gelsenkirchen
Inhalt: Sinfonie Nr. 1 op. 21 d-moll / Sinfonie Nr. 2 op. 83 D-dur / Sinfonie Nr. 3 op. 121 F-dur / Sinfonie Nr. 4 op. 129
Interpreten: Ari Rasilainen (Dirigent)/Norwegisches Rundfunk-Orchester
Katalogtitel: Sinding, Christian: Sinfonien Nr 1 op 21 d-moll
2 CDs, 2000
STH 7 SIN
Zentralbibliothek
Kurzbiographie:
Sinding studierte 1874-79 in Leipzig (u. a. bei Carl Reinecke), Dresden, München und Berlin, lebte hauptsächlich in Deutschland und nur in den Sommermonaten in Norwegen. Beeinflusst von Richard Wagner und häufig inspiriert von Melodien und Rhythmen der Volksmusik, war Sinding einer der bedeutendsten spätromantischen Komponisten Norwegens. Er schrieb u. a. die Oper „Der heilige Berg“ (1914), vier Sinfonien, Konzerte für Klavier und für Violine, Kammer- und Klaviermusik (u. a. „Frühlingsrauschen“), Chöre und Lieder. (Brockhaus Musik)
CD-Informationen:
Mehr als zwei Dittel von Sindings Schaffen sind Klavierwerke oder Klavierlieder. Das Klavierquintett op. 5 erregte 1885 Aufsehen und wurde in deutschen Zeitschriften (Mus. Wochenblatt, Signale u.a.) polemisch diskutiert; zugleich bedeutete dies aber auch den kompositorischen Durchbruch. Nach dem ersten Erfolg entstanden die es-Moll-Variationen für Klavier, das Klavierkonzert in Des-Dur und die erste Sinfonie; weltberühmt wurde Sinding schließlich mit dem Klavierstück „Frühlingsrauschen“ (1899), das heute noch zu seinen beliebtesten Werken zählt. Die bedeutendsten Werke Sindings entstanden fast alle vor 1900. Typisch für seine Musik ist die monumentale Kraft und Frische und die Verwendung klassizistischer Formprinzipien, wobei die einzelnen Sätze eines Zyklus thematisch miteinander verbunden werden. Weit ausgesponnene Melodik, kühne Modulationen und harmonische Eigenheiten zeigen den Einfluss der neudeutschen Schule. Typisch folkloristische Elemente kommen selten vor, obwohl an vielen Stellen doch eine Griegsche Ausdrucksweise und ein ‚nordischer Ton’ spürbar sind. (Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Band 15, Stuttgart 2006)
Unter den norwegischen Nachfolgern Griegs war Christian Sinding zu Lebzeiten der bekannteste; heute findet man seinen Namen allenfalls in Musikgeschichtswerken. Fast die Hälfte seines Lebens, darunter seine Studienjahre in Leipzig, verbrachte Sinding in Deutschland. So erklärt sich vielleicht, dass er sich dem norwegischen Volkston seiner Zeit wenig verpflichtet fühlte. Eine Wiederentdeckung ermöglicht jetzt das Norwegische Radio-Orchester, das unter Leitung seines Chefdirigenten Ari Rasilainen eine Doppel-CD mit Sindings vier Symphonien eingespielt hat. Spätromantische Züge mit deutlichen Anklängen an Bruckner und Brahms, die späteren an Strauss und Wagner kennzeichnen alle vier, auch wenn Sinding die erste bereits 1890, die letzte zu seinem achtzigsten Geburtstag komponierte. (nordische-musik.de)
STH 7 SIN
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