06. Mai 2015, 11:06 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Zur Präsentation Gelb/Blau/Rot – Bildobjekte von Karl Duschek anlässlich der Schenkung von 14 Werken des Künstlers und Grafikers Karl Duschek an das Kunstmuseum Gelsenkirchen sind die Vertreter der Medien zu einer Besichtigung eingeladen am:
Donnerstag, 7. Mai 2015, 11 Uhr
im Kunstmuseum Gelsenkirchen,
Horster Straße 5-7, 45897 Gelsenkirchen.
Karl Duschek, der 1947 in Braunschweig geboren wurde, erarbeitete nicht nur harmonische Bildkonzeptionen wie die 1988 entstandene Arbeit „4,3,2,1, Vertikale und Pinselspitzen“ in der er gekonnt elementare Bildpunkte auf den weißen Untergrund setzt, sondern als Grafiker auch Firmenlogos und Erscheinungsbilder für Unternehmen wie Ruhrgas, die Deutsche Börse oder Bosch. Diese grafischen Arbeiten entstanden vor allem in der Zusammenarbeit mit Anton Stankowski, dessen Werk einen Schwerpunkt der Sammlung des Museums bildet, mit dem Duschek seit 1972 eng zusammenarbeitete und dessen Atelier er seit 1975 leitete.
In der dreiteiligen Arbeit „Horizontal, vertikal, diagonal über drei Distanzen“ aus dem Jahr 1987 bilden die Grundfarben gelb, blau und rot als gleichberechtigte Elemente gemeinsame Konstellationen, die auf eine Darstellung allgemeiner Ordnungssysteme verweisen. Diese Ordnung zeigt sich auch bei „Vier vertikale Paare, über drei und vier Felder“, in denen Duschek nicht wie gewohnt Farbmodule setzt, sondern Rechtecke in unterschiedliche Graustufungen in eine vielschichtige, aber variable Beziehung zueinander bringt, bei die einzelnen Bildelemente letztlich in der Gesamtheit des Gemäldes aufgehen.
Eines der späteren Werke Duscheks „Lichtkinetik“ von 2008, das sowohl durch seine konkreten als auch kinetischen Aspekte eine Bereicherung der Sammlung des Kunstmuseums ist, spielt mit der Reduktion der Farbe und der Veränderung der Elemente auf dem Bildträger und kann so als Strukturforschung bezeichnet werden. Die Verräumlichung der elementaren Bildelemente in Duscheks Werk zeigt sich in der Wandinstallation „8 Paare mit subjektiven Farben“ von 2002, in der die Farbmodule nicht mehr auf die Leinwand aufgetragen sind, sondern als dreidimensionale Körper unmittelbar auf die Wand installiert werden. Der Betrachter ist hier, wie auch in den anderen Arbeiten Duscheks, aufgerufen, Beziehungen zwischen den Modulen herzustellen.
Das Kunstmuseum Gelsenkirchen freut sich sehr über die Schenkung von 14 Werken des 2011 verstorbenen Künstlers und Grafikers Karl Duschek, die exemplarisch markante Exponate aus seinen wichtigen Schaffensphasen, bis hin zu seinen letzten lichtkinetischen experimentellen Arbeiten umfasst. Sie ergänzt die Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen in mehrfacher Hinsicht in idealer Weise ergänzt und stellt auch zu den umfangreichen Beständen Anton Stankowskis eine großartige Bereicherung dar.
Als Ansprechpartner stehen die Museumsdirektorin Leane Schäfer und Christiane Wanken zur Verfügung.