07. April 2015, 11:01 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Neuer Deutscher Film“ zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 12. April, um 12.45 Uhr sowie am Montag, 13. April, um 18 und 20.30 Uhr „Frau Müller muss weg!“. In seiner „Oscar“-Reihe zeigt das KoKi am Dienstag, 14. April, um (!) 17.15 und 20 Uhr „Inherent Vice – Natürliche Mängel“. Alle Filme laufen im Schauburg Filmpalast, Horster Straße 6.
Sönke Wortmanns Verfilmung „Frau Müller muss weg!“ des erfolgreichen Theaterstücks von Lutz Hübner verwandelt ein Klassenzimmer in eine Kampfarena elterlicher Eitelkeiten. Entstanden ist ein vorzüglich gespieltes, köstliches Kinovergnügen, das satirisch scharf und komödiantisch zugespitzt grundlegende Fragen nach Bildung, Erziehung und gesellschaftlichen Zwängen stellt. Ausgezeichnet mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Weil mehrere Kinder äußert unerfreuliche Zensuren erhalten haben, fürchten die Eltern (u. a. Anke Engelke und Justus von Dohnányi) um die Zukunft ihrer Sprösslinge. Schließlich steht am Schuljahresende die Entscheidung an, ob die Schülerinnen und Schüler den Sprung auf das Gymnasium schaffen. Kurzerhand wird ein Treffen mit der Klassenlehrerin Frau Müller (Gabriela Maria Schmeide) vereinbart. Zwar geben sich die aus unterschiedlichen sozialen Milieus stammenden Mütter und Väter zunächst diplomatisch, aber für alle steht schon im Vorfeld fest: Frau Müller muss weg! Einigkeit herrscht nämlich darüber, dass die Pädagogin Schuld an der Leistungsmisere trägt. Frau Müller denkt jedoch gar nicht daran, die Klasse abzugeben. Sie konfrontiert die Eltern mit bitteren Wahrheiten und löst so einen heftigen und entlarvenden Streit aus.
Regisseur Paul Thomas Anderson gelingt mit „Inherent Vice – Natürliche Mängel“ das Kunststück, Thomas Pynchons ausgesprochen komplexe Romanvorlage kongenial auf die Leinwand zu übertragen. Vor dem Hintergrund eines ausufernden Kriminalfalls entwickelt sich eine weit verzweigte Erzählung, die zwischen witzigen und dramatischen Momenten vor allem ein schillerndes Zeitporträt zeichnet. Nominiert für zwei „Oscars“ 2015 in den Kategorien „Beste Drehbuch-Adaption“ und „Bestes Kostümdesign“ sowie für einen „Golden Globe“ in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical“ (Joaquin Phoenix). — Los Angeles Ende der 1960er-Jahre. Der ständig kiffende Privatdetektiv Larry „Doc“ Sportello (Joaquin Phoenix) staunt nicht schlecht, als plötzlich seine Ex-Freundin Shasta (Katherine Waterston) vor der Tür steht und ihm eine abenteuerliche Geschichte auftischt: Shastas neuer Liebhaber, der schwerreiche Immobilienmakler Michael, soll Opfer eines Komplotts werden, das die Ehefrau des Milliardärs und deren Lover ausgeheckt haben. Angeblich wollen die beiden Michael entführen und anschließend in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen, um so an sein Vermögen zu kommen. „Doc“ willigt ein, den perfiden Plan zu vereiteln, muss aber feststellen, dass Michael bereits verschwunden ist. Für den zugedröhnten Ermittler beginnt eine lange Odyssee voller bizarrer Begegnungen und Ereignisse.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.