15. Juli 2010, 09:26 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Lieber Uli,
sehr geehrter Herr Schnepper,
sehr geehrter Herr Professor Noll,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
in diesen Tagen sind Uli Paetzel und ich viel unterwegs, um für die Innovation City zu werben, oder besser für die gemeinsame Bewerbung Hertens und Gelsenkirchens für diesen zukunftsträchtigen Wettbewerb. Vor knapp einem Monat hatten wir zum Beispiel die Gelegenheit, in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen beim Day of Song vor rund 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauern auf uns aufmerksam zu machen. Damals hat Herr Dr. Paetzel – so ähnlich wie heute auch – den Staffelstab übergeben von einer Local-Heroes-Stadt zur nächsten. Es war ein „wasserstoff-blauer“ Stab. Im Gegenzug konnte ich meinem Hertener Kollegen eine Solarzelle überreichen. Symbolisch konnten wir damit den Menschen klar machen, was uns wichtig ist: Wir wollen gemeinsam und zusammen mit der RAG als Innovation City erneuerbare Energien voranbringen und damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Etwas habe ich an diesem Abend in der Veltins-Arena, als zehntausende gemeinsam Lieder anstimmten haben, wieder eindrucksvoll bestätigt bekommen. Man kann alleine noch so schöne Ideen und Gedanken haben, erst gemeinsam wird etwas Ganzes, etwas Großes daraus. Alleine kann man ganz vorzüglich Lieder singen. So richtig laut und eindrucksvoll wird das Lied aber erst, wenn ganz viele gemeinsam im Chor mitsingen. Dafür muss man sich zusammentun. Dafür muss man absprechen, welche Dinge man angehen möchte, um dann gemeinsam dieses Projekt sozusagen anzustimmen. Deshalb sind wir heute hier.
Schwerpunkt in der Entwicklung innovativer Technologien
Gemeinsam können die Städte Herten und Gelsenkirchen, kann die Emscher-Lippe-Region ein Lied singen vom Strukturwandel, der uns weg von den alten Energien hin zu regenerativen Energien geführt hat. Vieles hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten verändert. Eines steht fest: Energie, das ist unsere Vergangenheit, Energie ist aber auch unsere Zukunft. Darum haben wir uns um die Auszeichnung als Innovation City beworben, durch die wir uns einen weiteren Impuls erwarten hin zu einer Region, die ihren Schwerpunkt in der Entwicklung von innovativen Technologien sieht. Projekte wie das Wasserstoffkompetenzzentrum und der Biomassepark auf Recyclingstandorten in Herten, die erste Klimaschutzsiedlung und das erste interaktive Solardachkataster Nordrhein-Westfalens in Gelsenkirchen sind Beispiele für unsere Innovationskraft. Sie trägt letztlich unsere Bewerbung.
Diese Innovationskraft beruht aber auch darauf, was der hiesige Mittelstand seit Jahrzehnten leistet. Sie alle stehen mit Ihren Unternehmen und Ihren Ideen für diesen Wirtschaftsstandort. Sie sind deshalb nicht nur ein Aushängeschild, sondern wirken mit Ihrer täglichen Arbeit auch positiv nach innen. Deshalb brauchen wir Sie für eine erfolgreiche Bewerbung zum Wohle des hiesigen Wirtschaftsstandortes. Denn sollten wir Erfolg haben, hat das auch Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung. Ein Milliardenbetrag würde direkt und indirekt in die Region, in die Entwicklung innovativer Technologien gehen.
Meine Damen und Herren,
die gemeinsame Bewerbung unserer Städte weist auch noch aus einem anderen Grund in die Zukunft. Denn wir glauben, dass das Thema Erneuerbare Energien das Zukunftsthema schlechthin ist. Aus diesem Grunde habe ich angeregt, sozusagen als Folgeprojekt der Kulturhauptstadt 2010 die EXPO in zehn Jahren in die Metropole Ruhr zu holen. Diese Klima-EXPO könnte neben dem Jahrhundertprojekt der Emscher-Renaturierung dann auch das präsentieren, was Herten und Gelsenkirchen gemeinsam als Innovation City auf die Beine gestellt haben.
Lassen Sie uns daran gemeinsam arbeiten. Vielstimmig und ohne Dissonanzen mit der klaren Botschaft: Yes, we can – gilt auch hier! Ganz in diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns noch einen erfolgreichen Abend sowie ein herzliches Glückauf!