14. Juli 2011, 12:57 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Sehr geehrter Herr Minister Dr. Röttgen,
sehr geehrter Herr Minister Voigtsberger,
sehr geehrter Herr Voigtländer,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
ja, eigentlich ist schon alles gesagt worden. Nur noch nicht von mir. – Getreu diesem Motto könnte ich Ihnen jetzt all das noch einmal erzählen, was Sie eben bereits gehört haben und ohnehin schon längst wissen. Aber das erspare ich Ihnen. Denn im Juli 2011 ist es glücklicherweise endlich in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen: Dass an einem massiven und forcierten Ausbau von alternativen Technologien zur Erzeugung von Strom und Wärme kein Weg vorbei führt.
Und dass Klima- und Umweltschutz auf der einen und Wirtschaft und sogar Industrie auf der anderen Seite kein Widerspruch sind. Klimaschutz schafft Arbeitsplätze.
Das alles weiß man heute. Man weiß es auf bundespolitischer Ebene – Herr Röttgen hat darauf hingewiesen Man weiß es auf Landesebene – hat doch schließlich schon vor vielen Jahren Johannes Rau als Ministerpräsident gesagt: „Menschen können auf Dauer nur dann in Frieden, Sicherheit und frei von Armut leben, wenn Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen.“ Und man weiß all das auch schon seit langem hier bei uns in Gelsenkirchen. Die einstmalige „Stadt der 1000 Feuer“, die größte Bergbaustadt Europas, hat sich schon seit Mitte der 90er Jahre aufgemacht, die „Stadt der 1.000 Sonnen“ zu werden. Energie ist unsere Vergangenheit. Und Energie ist unsere Zukunft. Und genau deshalb freue ich mich sehr darüber, dass Gelsenkirchen als Stadt der Zukunftsenergien und Vaillant als Unternehmen der Zukunftsenergien heute um ein weiteres wichtiges Element reicher werden.
Sehr geehrter Herr Voigtländer,
mit der Eröffnung Ihrer neuen Produktionslinie für Mikro-KWK-Anlagen ergänzen Sie von Gelsenkirchen aus Ihr Portfolio in diesem wichtigen Bereich der hocheffizienten und umweltfreundlichen, dezentralen Energieerzeugungseinheiten um ein weiteres wichtiges Produkt – nach den Wärmepumpen in 2006 und den Solarkollektoren in 2008. Gelsenkirchen ist Ihr zentraler Standort für die Produktion von Zukunftstechnologien. Und – wenn ich das so sagen darf: Umgekehrt passen Sie, passt Vaillant damit ganz hervorragend ins Portfolio der Stadt und des Standortes Gelsenkirchen, an dem im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz allein über 1000 Menschen arbeiten. Weit mehr noch sind es im Bereich der Energieerzeugung insgesamt hier in Gelsenkirchen, wo sich die großen zentralen Erzeuger auch Ihre Gedanken um Effizienzsteigerungen machen, ja auch machen müssen!
Vaillant ist ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmen durch kluges Handeln, strategischen Weitblick und auch eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sich an veränderte Marktbedingungen und politische Rahmenbedingungen anpassen können – und die Chancen, die darin stecken, ergreifen. Ich will nicht verhehlen, dass es auch mal auch andere Zeiten gab: Damals, im Jahr 2004, als Produktionslinien verlagert wurden und der Standort Gelsenkirchen insgesamt in Gefahr geriet. Durch Mut zu Innovationen hat Gelsenkirchen diese Krise überstanden – und ist sogar gestärkt aus ihr hervorgegangen und nun innerhalb Ihrer Gruppe zentraler Produktionsstandort für Techniken auf Basis Erneuerbarer Energien.
Ich wünsche mir, dass Vaillant noch viele Innovationen in diesem Bereich in die Stadt Gelsenkirchen einbringt, freue mich auf die weitere konstruktive Zusammenarbeit mit diesem wichtigen Partner in Sachen Zukunftsenergien und wünsche Ihnen, sehr geehrter Herr Voigtländer, mit Ihrer neuen Gelsenkirchener Produktionslinie viel Erfolg!
Glück auf!