„Renn, wenn Du kannst“ und „Mother“ im KoKi
Ab Sonntag im Kommunalen Kino
20. September 2010, 13:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Den Spielfilm „Renn, wenn du kannst“ von Dietrich Brüggemann zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 26. September um 12.45 Uhr und am Montag, 27. September, 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) sowie am Mittwoch, 29. September, um 20.30 Uhr im KoKi-Süd in der Gesamtschule
Ückendorf (Bochumer Straße 190). Mit „Mother“ von Joon-ho Bong beendet das KoKi am Dienstag, 28. September um 18 und 20.30 Uhr die Monatsreihe „Frauenporträts“ in der Schauburg.
Der Eintritt kostet pro Person und Vorstellung vier Euro. Für Schüler/-innen und Studierende sowie GE-Passinhaber/-innen gibt es Ermäßigungen.
In „Renn, wenn du kannst“ spürt Regisseur Dietrich Brüggemann ohne Berührungsängste und falsche Sentimentalität den Themen Freundschaft, Liebe und Sexualität unter den Bedingungen einer Behinderung nach. Mit einem starken Ensemble gelang ihm eine ebenso feinfühlige wie erfrischende Tragikomödie aus dem Ruhrgebiet (gedreht in Duisburg), die weit mehr als eine klassische Dreiecksgeschichte bietet.
Ausgezeichnet beim diesjährigen Festival des deutschen Films in Ludwigshafen mit dem Publikumspreis; offizieller Beitrag zur Berlinale 2010 (Reihe „Perspektive Deutsches Kino“. Im Mittelpunkt des Films steht der wortgewandte und seit einem Unfall im Rollstuhl sitzende Student Benjamin (Robert Gwisdek). Seine Einsamkeit und Verletzlichkeit verbirgt er hinter der Fassade eines um keine Beleidigung verlegenen Zynikers, der perfide und lustvoll einen Zivi nach dem anderen herausekelt, die fürsorgliche Mutter schikaniert und jedem und allem mit Sarkasmus begegnet. Auch den neuen Zivi Christian (Jacob Matschenz) geht er zunächst hart an. Doch diese lässt sich nicht so leicht beeindrucken und bietet ihm Paroli. Aus der anfänglichen Abneigung entsteht langsam Freundschaft, ehe die ungleichen Männer die sensible Cellostudentin Annika (Anna Brüggemann) näher kennen lernen, was alle gehörig durcheinander bringt.
John-ho Bongs „Mother“ ist ein einzigartiger Psychothriller, der mit poetischen Bildern eine zerstörerische Mutter-Sohn-Beziehung vor dem Hintergrund von Abgründen der koreanischen Gesellschaft beschreibt. Ausgezeichnet unter anderem mit drei „Asian Film Awards“ 2009 in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Hauptdarstellerin“ (Hye-ja Kim) und „Bestes Drehbuch“. Der Film spielt in einer südkoreanischen Kleinstadt. Dort lebt eine seit langem verwitwete Frau (Hye-ja Kim) allein mit ihrem 27-jährigen, geistig etwas zurückgebliebenen Sohn, den sie geradezu aufdringlich bemuttert. Als die Leiche eines Schulmädchens gefunden wird, gerät der Sohn unter Mordverdacht. Beim Verhör bringen ihn die nur oberflächlich ermittelnden Kriminalbeamten zu einem Schuldgeständnis. Nachdem ein teurer, arroganter Anwalt keine Hilfe gebracht hat, versucht die verzweifelte Mutter, die Unschuld ihres Sohnes auf eigene Faust zu beweisen - auf jeden Preis.
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