„Klangbilder“ und andere Filmreihen
Im Oktober im Kommunalen Kino
27. September 2010, 12:56 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Ganz besondere Töne schlägt die KoKi Oktober-Hauptreihe „Klangbilder“ an, in deren Rahmen vier mitreißende Produktionen zu sehen sind, die sich den Spielarten der Musik verschrieben haben. So unterschiedlich die mal dokumentarischen, mal fiktionalen Beiträge auch sein mögen, sie alle verbindet neben der musikalischen Komponente eine wesentliche Eigenschaft: die Fähigkeit der versierten Regisseure, ausgesprochen interessante Persönlichkeiten hautnah und authentisch vorzustellen.
Der erste Film dieser Monatsreihe, „Jedem Kind ein Instrument“ von Oliver Rauch, läuft am Dienstag, 4. Oktober, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6 in Buer) und am Mittwoch, 5. Oktober, um 19:30 Uhr im KoKi Süd in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190). Am 12. Oktober folgt (in der Schauburg) „My Name is Khan“ von Karan Johar. „Das Konzert“ von Radu Mihaileanu steht am 17. und 18. Oktober auf dem Programm. „The Doors – When You’re Strange“ von Tom DiCillo auf Englisch mit deutschen Untertiteln schließt die Monatsreihe am 26. Oktober ab.
Außerdem zeigt das KoKi bereits am Sonntag, 3. Oktober, um 12:45 Uhr und am Montag, 4. Oktober, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 6. Oktober, in der Gesamtschule Ückendorf als „Filmwunsch“ die italienische Filmkomödie „Männer al dente“ von Ferzan Ozpetek. Als „Neuer Dokumentarfilm“ steht „Babys“ von Thomas Balmès am Sonntag und Montag, 10. und 11. Oktober, in der Schauburg und am Mittwoch, 13. Oktober, in Ückendorf auf dem Programm. In der Reihe „Filmentdeckung“ läuft am 19. Oktober in Buer und am 20. Oktober in Ückendorf „Me Too - Wer will schon normal sein?“ von Álvaro Pastor & Antonio Naharro. Mit „Mademoiselle Chambon“ von Stéphane Brizé gibt es am 24. und 25. Oktober wieder „Literatur im Film“. Die Filmkomödie „Männer im Wasser“ von Måns Herngren beschließt schließlich am 31. Oktober das Monatsprogramm.
Mit „Männer al dente“ (3. und 4. Oktober in Buer, 6. Oktober in Ückendorf) inszenierte Ferzan Ozpetek eine turbulente und humorvolle, aber keineswegs oberflächliche Komödie um eine süditalienische Familie, deren Mitglieder langsam lernen, sich gegenseitig zu akzeptieren. Ausgezeichnet mit zwei „David-di-Donatello“-Filmpreisen 2010 in den Kategorien „Bester Nebendarsteller“ (Ennio Fantastichini) und „Beste Nebendarstellerin“ (Ilaria Occhini). — Keine Frage, bei den Cantones aus Lecce geht es drunter und drüber: Die beiden schwulen Söhne, die sich im familiären Kreis bisher noch nicht geoutet haben, denken gar nicht daran, die elterliche Pastafabrik zu übernehmen. Der cholerische, stets auf gesellschaftliche Etikette bedachte Vater betrügt seine Ehefrau, während diese das Dienstmädchen schikaniert. Und dann sind da noch ein stupider Schwiegersohn und eine unter Liebeskummer leidende Tante mit Alkoholproblemen. Wenn hier nicht mal alles aus dem Ruder läuft! Doch zum Glück gibt es die Großmutter, die weiß, dass der Weg zum eigenen Glück über Ehrlichkeit und Offenheit führt.
In „Jedem Kind ein Instrument – Ein Jahr mit vier Tönen“ dokumentiert Oliver Rauch das vor sechs Jahren in Bochum gestartete Projekt „Jedem Kind ein Instrument“, kurz „JeKi“ genannt. Diese einzigartige kulturelle Bildungsinitiative ermöglicht Kindern im Grundschulalter, die Freude am Musizieren zu entdecken. Während man die Kinder in der ersten Klasse spielerisch an die Musik heranführt, dürfen sie sich im zweiten Schuljahr ein Instrument aussuchen, das sie für die nächsten drei Jahre als Dauerleihgabe begleitet. Anhand von vier „JeKi“-Teilnehmern porträtiert Oliver Rauch das Projekt ab dem Zeitpunkt, an dem es auf das gesamte Ruhrgebiet ausgeweitet wurde (inzwischen erreicht „JeKi“ über 200.000 Kinder). Sichtbar wird ein spannender Prozess mit ungewissem Ausgang, bei dem nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer und Verantwortliche stetig dazulernen und Erfahrungen sammeln. Dank Rauchs präziser Beobachtung vermittelt sich das lebendige und vielfältige Bild eines beispiellosen musikalischen Fördermodells.