„Babys“ und „My Name Is Khan“
Ab Sonntag im Kommunalen Kino
05. Oktober 2010, 11:56 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Babys“, der neue Dokumentarfilm von Thomas Balmès über die ersten Lebensmonate von vier Babys aus unterschiedlichen Regionen der Welt, läuft am Sonntag, 10. Oktober, um 12:45 Uhr und am Montag, 11. Oktober, um 18 und 20:30 im Schauburg Filmpalast und am Mittwoch, 13. Oktober, im KoKi-Filmclub in der Gesamtschule Ückendorf. Seine Reihe „Klangbilder“ setzt das Kommunale Kino Gelsenkirchen am Dienstag, 12. Oktober, um 18 und 20:30 Uhr mit „My Name Is Khan“ im Schauburg Filmpalast fort.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/innen erhalten Ermäßigungen.
Ponijao aus Namibia, Mari aus Tokio, Bayar aus der Mongolei und Hattie aus den USA sind vier Babys, die in völlig unterschiedlichen Regionen und Kulturkreisen das Licht der Welt erblickt haben. Ihre Entwicklung vom Säugling zum Kleinkind begleitet Thomas Balmès’ präzise beobachtete, faszinierende Dokumentation. Ohne belehrenden Kommentar verdeutlicht der Film mittels intimer, aber nie voyeuristischer Bilder, dass sich alle Babys im ersten Lebensjahr nahezu identisch verhalten, ganz gleich, unter welchen Bedingungen sie aufwachsen. Sie lachen und weinen, gehen auf Entdeckungsreise, suchen Geborgenheit und finden Liebe. „Ein multikulturelles und universales Kaleidoskop der puren Lebensfreude.“ (aus der Jury-Begründung der Deutschen Film- und Medienbewertung zur Vergabe des Prädikats „Besonders wertvoll“).
Der indische Moslem Khan (Indiens Superstar Shah Rukh Khan) leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer autistischen Persönlichkeitsstörung, die sich in Kommunikations- und Interaktionsdefiziten äußert. Khans Herz gehört der aus einer hinduistischen Familie stammenden Mandira (Kajol Devgan). Die junge, alleinerziehende Mutter versucht, in den USA ihren Traum vom Erfolg zu verwirklichen. Als das gemeinsame Glück ohne Vorwarnung auseinandergerissen wird, unternimmt Khan eine Reise quer durch Amerika. Der sensible, friedfertige Mann lernt die Facetten eines ambivalenten Landes kennen und stellt sich den Bewohnern mit den Worten vor: „Mein Name ist Khan, und ich bin kein Terrorist.“ Regisseur Karan Johar greift einerseits auf die klassischen Muster des indischen Unterhaltungsfilms (umgangssprachlich Bollywood-Kino genannt) zurück und erzählt im Kern zwischen dramatischen, komödiantischen und musikalischen Momenten eine herzzerreißende, von schier unglaublichen Wendungen geprägte Liebesgeschichte. Andererseits beleuchtet er aber auch gesellschaftskritische Themen wie Fremdenfeindlichkeit und religiöse Konflikte, so dass ein bemerkenswert hintergründiges Werk entstanden ist, das mit Bollywood-Charme für kulturelle Toleranz wirbt. Offizieller Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale 2010 (außer Konkurrenz).