„Das Konzert“ und „Me Too - Wer will schon normal sein?“
Ab Sonntag im Kommunalen Kino
12. Oktober 2010, 11:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 12. Oktober 2010, 11:00 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. „Das Konzert“ von Radu Mihaileanu steht als Fortsetzung der Monatsreihe „Klangbilder“ auf dem Programm des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 17. Oktober 2010, um 12.45 Uhr und am Montag, 18. Oktober 2010, um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast. Als „Filmentdeckung“ präsentiert das KoKi am Dienstag, 19. Oktober, um 18 und 20.30 Uhr in der Schauburg sowie am Mittwoch, 20. Oktober, um 19.30 Uhr „Me Too - Wer will schon normal sein?“ von Álvaro Pastor & Antonio Naharro.
Der Eintritt kostet 4 Euro für eine Vorstellung beziehungsweise 36 Euro für die 10er-Karte. Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Radu Mihaileanus („Zug des Lebens“) jüngste Regiearbeit „Das Konzert“ ist eine impulsive, warmherzige Tragikomödie, die anhand von skurrilen Charakteren genussvoll gängige Ost-West-Klischees aufs Korn nimmt und gleichzeitig nicht vor großen Emotionen zurückschreckt. „Ein vielschichtiger, ebenso witziger wie berührender Film über die Schatten der Vergangenheit, über Menschlichkeit und nicht zuletzt über die verbindende Kraft der Musik.“ (SZ) Ausgezeichnet mit zwei „Césars“ 2010 in den Kategorien „Beste Filmmusik“ (Armand Amar) und „Bester Ton“. – Das einst weltberühmte Bolschoi-Orchester aus Moskau hat schon deutlich bessere Zeiten erlebt - wie auch dessen früherer Dirigent Andreï (Alexeï Guskov), der Anfang der 1980er-Jahre von der damaligen kommunistischen Regierung zum Hausmeister degradiert wurde, weil er sich der Anordnung widersetzte, jüdische Musiker zu entlassen. Heute fristet er im heruntergekommenen Bolschoi-Theater ein trauriges Dasein - bis er beim Putzen zufällig ein verlockendes Fax entdeckt: das legendäre Pariser „Théâtre du Châtelet“ lädt zum Gastspiel ein. Andreï unterschlägt die Offerte und fasst den waghalsigen Plan, das Orchester in seiner alten Besetzung wieder zusammenzuführen und dann nach Paris zu reisen, um mit einem Tschaikowsky-Konzert noch einmal einen Triumph zu feiern.
Der Held von „Me Too - Wer will schon normal sein?“, Daniel (Pablo Pineda), ist mit dem Down-Syndrom geboren worden. Nur allzu gut kennt der 34-jährige Spanier die verschämten Blicke der anderen und weiß, dass man ihm nur wenig zutraut - schon gar nicht einen Studienabschluss summa cum laude im Bereich der pädagogischen Psychologie, den er gerade erworben hat. Voller Energie tritt Daniel einen Job bei einer staatlichen Beratungsstelle für behinderte Menschen an. Als sich zwischen dem sympathischen Neuling und seiner attraktiven Arbeitskollegin Laura (Lola Dueñas) eine intensive Freundschaft entwickelt, schlägt den beiden eine Welle der Vorurteile und Ressentiments entgegen, die sie letztendlich noch enger zusammenschweißt. – Basierend auf Stationen aus dem wahren Leben des brillant agierenden Schauspielers Pablo Pineda und gänzlich frei von Betroffenheitspathos und falscher Sentimentalität liefert das Regieduo Álvaro Pastor und Antonio Naharro im Rahmen einer mal herrlich komischen, mal tief bewegenden Liebesgeschichte das authentische Porträt eines außergewöhnlichen Charakters, der gegen seine Stigmatisierung rebelliert. Ausgezeichnet unter anderem beim Filmfestival in San Sebástian 2009 mit den Preisen für den „Besten Hauptdarsteller“ und die „Beste Hauptdarstellerin.“
Artikeldetails
Kontakt
Quelle