„Mademoiselle Chambon“ und „The Doors“
Ab Sonntag im Kommunalen Kino
18. Oktober 2010, 11:26 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Mademoiselle Chambon“ von Stéphane Brizé zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen in seiner Reihe „Literatur im Film“ am Sonntag und Montag, 24. und 25. Oktober 2010. Die KoKi-Monatsreihe „Klangbilder“ wird am Dienstag, 26. Oktober 2010, mit dem Dokumentarfilm „The Doors - When You’re Strange“ – mit Originalton und deutschen Untertiteln - von Tom DiCillo abgeschlossen.
Die Filme laufen im SCHAUBURG FILMPALAST (Horster Straße 6). Die Vorstellungen beginnen sonntags um 12.45 Uhr und werktags um 18 und 20.30 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro für eine Vorstellung beziehungsweise 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler und Schülerinnen, Studierende sowie GE-Pass-Inhaber und Inhaberinnen erhalten Ermäßigungen.
„Mademoiselle Chambon“ drehte Stéphane Brizé nach dem Roman von Éric Holder. Die exzellente Leinwandadaption überzeugt als ein vorzüglich besetztes, lebensnahes und angenehm zurückhaltend inszeniertes Liebesdrama, das der gegenseitigen Anziehungskraft zweier aus verschiedenen Welten stammender Menschen behutsam nachspürt. Statt vieler Worte lässt Brizé Blicke, Gesten und Stimmungen sprechen, über die sich die Emotionalität des Geschehens eindrucksvoll vermittelt. (Ausgezeichnet unter anderem mit einem „César“ 2010 in der Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“.) – Zusammen mit seiner Ehefrau Marie und dem gemeinsamen Sohn Jérémy führt der Maurer Jean (Vincent Lindon) in der französischen Provinz ein glückliches, ruhiges Leben. Durch Zufall begegnet er Mademoiselle Chambon (Sandrine Kiberlain), einer Vertretungslehrerin aus Paris, die Jérémy unterrichtet. Der wortkarge Handwerker und die alleinstehende Pädagogin nähern sich zaghaft einander an. Und schon bald kann Jean die in ihm erwachten Gefühle nicht länger unterdrücken.
„The Doors - When You’re Strange“ ist die erste Kino-Dokumentation über die US-amerikanische Band „The Doors“. Die Band gilt als eine der einflussreichsten Rockformationen überhaupt, und zwar auf der musikalischen wie auf der gesellschaftlichen Ebene. 1965 am Strand von Venice Beach, Kalifornien, gegründet, kreierte die vierköpfige Gruppe um Frontmann Jim Morrison einen unverwechselbaren Sound, der zahlreiche Musiker inspirieren sollte. Daneben verkörperten „ The Doors“ wie kaum eine andere Band das Aufbegehren einer jungen Generation gegen konservative Werte. Unter Einbeziehung des historischen Kontextes zeichnet Tom DiCillos Dokumentation den Weg der „Doors“ von den Anfängen bis zu Morrisons tragischem Tod 1971 nach. Dabei verwendet der eigentlich für seine Spielfilme bekannte Regisseur (LIVING IN OBLIVION; DELIRIOUS) fast ausschließlich bisher unveröffentlichtes Archivmaterial, das der erklärte „Doors“-Fan Johnny Depp kommentiert. Neben noch nie gezeigten Konzert-, Backstage- und Privataufnahmen sind auch Segmente aus Morrisons nur zwei Mal öffentlich aufgeführtem Experimentalfilm zu sehen. Dank der klugen Bildmontage gelingt DiCillo ein enorm aufschlussreiches Band- und Zeitporträt, das Raum für eigene Interpretationen lässt. Offizieller Beitrag zum Filmfestival in Sundance und zur Berlinale (beide 2009).
Das KoKi Süd muss am Mittwoch, 27. Oktober 2010, aufgrund anderer Raumbelegung leider ausfallen.
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