„Das Leben ist lang“ und „Mary & Max“
Ab Sonntag im Kommunalen Kino
02. November 2010, 11:34 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Filmkomödie „Das Leben ist zu lang“ von Dani Levy zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen in seiner Reihe „Neuer Deutscher Film“ am Sonntag, 7. November 2010, um 12.45 Uhr und Montag, 8. November, um 18 und 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer). Der Animationsfilm „Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?“ läuft in der KoKi-Monatsreihe „Fantastische Welten“ am Dienstag, 9. November, um 18 und 20.30 Uhr in der Schauburg und am Mittwoch, 10. November, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190).
Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung beziehungsweise 36 Euro für die 10er-Karte. Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie GE-Pass-Inhaber und -Inhaberinnen erhalten Ermäßigungen.
Mit einer prominenten Besetzung (neben Markus Hering agieren unter anderem Veronica Ferres, Meret Becker, Gottfried John, Justus von Dohnányi und Heino Ferch) setzte Dani Levy mit „Das Leben ist lang“ eine turbulente Tragikomödie in Szene, die einerseits über die Widrigkeiten des Lebens sinniert, andererseits aus Levys ganz persönlichem Blickwinkel die Filmbranche satirisch aufs Korn nimmt: Der jüdische Filmemacher, Hypochonder und Familienvater Alfi (Markus Hering) steckt bis zum Hals in Problemen: Seine Frau geht fremd, seine aufsässigen Kinder finden ihn einfach nur lächerlich und sein neues Kinoprojekt, mit dem er eigentlich die kreative Krise überwinden wollte, stößt nicht wirklich auf Gegenliebe. Als noch weitere Desaster folgen, kapituliert Alfi und unternimmt einen theatralischen Selbstmordversuch - natürlich erfolglos. Nachdem er aus dem Koma erwacht ist, begrüßt ihn scheinbar wieder das alte Leben, doch plötzlich läuft alles wie geschmiert.
Adam Elliots absolut außergewöhnlicher Plastilin-Stop-Motion-Animationsfilm „Mary & Max“ verbindet skurrilen Humor und bittere Tragik zu einer bewegenden, aber nie sentimentalen Geschichte über die Höhen und Tiefen einer Freundschaft zwischen zwei Außenseitern. Dabei gelingt Elliot ein ungemein vielschichtiges Kunstwerk voller Poesie und optischer Ideen, das gleich in mehrerer Hinsicht Grenzen sprengt. Ausgezeichnet unter anderem beim „Ottawa International Animation Festival“ 2009 mit dem Preis für den „Besten Animationsspielfilm“ sowie beim „Internationalen Trickfilm Festival Stuttgart“ 2010 mit dem „Grand Prix“: Die 8-jährige Mary wächst Mitte der 1970er-Jahre in einem schmucklosen Vorort von Melbourne auf. Niemand interessiert sich für sie, auch nicht ihre absonderlichen Eltern, so dass sie eines Tages beschließt, einer zufällig ausgewählten Person zu schreiben. Marys Brief erhält Max, ein 44-jähriger, stark übergewichtiger und völlig zurückgezogen lebender Mann aus New York, dem es aufgrund einer autistischen Persönlichkeitsstörung nicht möglich ist, soziale Bindungen einzugehen. Zunächst irritiert über die unerwartete Post, beantwortet er schließlich doch Marys Frage, ob amerikanische Babys aus Cola-Dosen schlüpfen - der Beginn einer langen, von großem Vertrauen geprägten Brieffreundschaft, die nach vielen Jahren auf eine harte Probe gestellt wird.