„Micmacs“ und „Mahler auf der Couch“
Ab Sonntag im Kommunalen Kino
08. November 2010, 11:12 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit der Filmkomödie „Micmacs – Uns gehört Paris!“ von Jean-Pierre Jeunet setzt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag, 14. November, um 12:45 Uhr und am Montag, 15. November, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6, GE-Buer) sowie am Mittwoch, 17. November, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) fort. Als „Autorenfilm“ läuft „Mahler auf der Couch“ von Percy und Felix Adlon am Dienstag, 16. November, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg-Filmpalast.
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/innen erhalten Ermäßigungen.
Skurrile Figuren, kuriose Situationen und originelle Einfälle sind die Eckpfeiler des kreativen Schaffens von Regisseur Jean-Pierre Jeunet, was er auch mit „Micmacs – Uns gehört Paris!“ demonstriert. Entstand ist ein witziges, herrlich verrücktes Kinomärchen, das in ein fabelhaftes Universum entführt. Offizieller Beitrag zum „Toronto International Film Festival“ 2009; ausgezeichnet von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“: Der Tod seines Vaters durch eine Landmine hat Bazil (Dany Boon) als Kind ins Waisenhaus gebracht. Viele Jahre später verändert erneut ein Produkt der Waffenindustrie Bazils Existenz radikal: Eine verirrte Pistolenkugel trifft ihn genau zwischen die Augen. Wie durch ein Wunder überlebt er - und findet sich nach dem Krankenhausaufenthalt ohne Job und Wohnung wieder, dafür aber weiterhin mit dem Projektil im Kopf. Ein neues Zuhause gibt ihm eine Gruppe von kauzigen Außenseitern, die auf einem Schrottplatz ein fantastisches Refugium aus Fundstücken geschaffen haben. Schon bald verfolgen alle nur noch ein Ziel: Mittels eines abenteuerlichen Plans wollen sie die Chefs zweier konkurrierender Waffenfirmen gegeneinander ausspielen.
Frei nach einer wahren Begebenheit kreierten Percy Adlon und sein Sohn Felix mit „Mahler auf der Couch“ ein stimmiges und visuell verspieltes Ehedrama, das bei aller gebotener Ernsthaftigkeit mit sanfter Ironie und amüsanten Bonmots die psychologischen Befindlichkeiten der Beteiligten beleuchtet und dabei klug Mahlers Musik einzusetzen versteht. Offizieller Beitrag zum „Los Angeles Film Festival“ 2010: Sommer 1910, rasend vor Eifersucht sucht der Komponist Gustav Mahler (Johannes Silberschneider) Hilfe beim renommierten Psychoanalytiker Sigmund Freud (Karl Markovics). Mahler hat einen an ihn adressierten, aber für seine geliebte Ehefrau Alma bestimmten Brief erhalten, in dem der Architekt Walter Gropius seine leidenschaftliche Affäre mit Alma detailliert beschreibt. Seitdem plagen Mahler nicht nur private, sondern auch künstlerische Probleme: Keine Komposition will ihm mehr gelingen. Die Sitzung bei Freud fördert Erstaunliches zu Tage.
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