16. November 2010, 12:13 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Autorenfilm“ präsentiert das Kommunale Kino am Sonntag/Montag, 21./22. November, im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) den französischen Spielfim „Mammuth“ von Benoît Delépine & Gustave de Kervern. Am Dienstag, 23. November, steht am gleichen Ort der US-amerikanische Spielfilm „The Road“ von John Hillcoat in der Reihe „Fantastische Welten“ auf dem Programm.
Die Filme laufen im SCHAUBURG FILMPALAST (Horster Straße 6). Die Vorstellungen beginnen sonntags um 12:45 Uhr und werktags um 18 und 20:30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/innen erhalten Ermäßigungen.
„Mammuth“, der vierte Spielfilm der im französischen Sprachraum enorm populären TV-Stand-Up-Comedians Benoît Delépine und Gustave de Kervern, überzeugt als eine eigenwillige, geschickt zwischen absurdem Humor und zarter Melancholie pendelnde Tragikomödie, die anhand des Selbstfindungstrips eines Mannes vom unteren Rand der Gesellschaft (grandios: Gérard Depardieu) harte soziale Realitäten widerspiegelt, hinter denen hier stets fast surreal anmutende Momente lauern. Offizieller Wettbewerbsbeitrag zur Berlinale 2010. – In den letzten Jahren seines Arbeitslebens hat Serge (Gérard Depardieu) im Schlachthof Schweine zerlegt - jetzt ist er frisch gebackener Pensionär mit einer mickrigen Rente. Um das dürftige Einkommen zumindest ein wenig aufzubessern, muss er den zuständigen Behörden Verdienstbescheinigungen von seinen zahlreichen früheren Gelegenheitsjobs vorlegen. Also schwingt er sich auf sein altes Motorrad, dem er den Spitznamen „Mammuth“ verdankt, und unternimmt eine bizarre Reise, die ihn zurück in die eigene Vergangenheit führt.
John Hillcoats exzellente Film „The Road“ nach dem Roman von Cormac McCarthy („No Country for Old Men“) liefert kein oberflächliches Endzeitspektakel, sondern ein in bestechenden Bildern eingefangenes, intelligentes existenzielles Drama, das der (auch emotionalen) Odyssee der beiden Hauptfiguren folgt, um dem Verlust der Humanität in Grenzsituationen nachzuspüren. Ausgezeichnet u. a. mit einem „San Diego Film Critics Society Award“ 2009 in der Kategorie „Beste Kamera“ (Javier Aguirresarobe). – Eine Katastrophe hat die Welt, wie wir sie kennen, grundlegend verändert: Die Sonne wird von dunklen Wolken verdeckt, die Vegetation ist fast vollständig zerstört, die Tiere sind praktisch ausgestorben. Unter den wenigen noch lebenden Menschen befindet sich ein Vater (Viggo Mortensen), der nach dem Freitod seiner Ehefrau alleine mit dem gemeinsamen Sohn (Kodi Smit-McPhee) durch das verwüstete Land Richtung Küste zieht - ein gefährliches Unterfangen, denn bei akuter Nahrungsmittelknappheit ist sich jeder selbst der Nächste.