08. Dezember 2010, 12:38 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Somewhere“ von Sofia Coppola zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag und Montag, 12. und 13. Dezember 2010, im Schauburg Filmpalast. Die Monatsreihe „Kreative Biografien“ wird am Dienstag und Mittwoch, 14. und 15. Dezember 2010, mit „The Social Network“ von David Fincher fortgesetzt.
Die Filme laufen sonntags bis dienstags im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) und mittwochs in der Gesamtschule Ückendorf. Die Vorstellungen beginnen sonntags um 12.45 Uhr, montags und dienstags um 18 und 20.30 Uhr sowie mittwochs um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler, Schülerinnen und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber und Inhaberinnen erhalten Ermäßigungen.
Im Rahmen eines sensiblen, dezent von lakonischem Humor durchdrungenen Dramas mit satirischen Seitenhieben auf das Showbusiness beobachtet die amerikanische Autorenfilmerin Sofia Coppola (THE VIRGIN SUICIDES; LOST IN TRANSLATION; MARIE ANTOINETTE) in „Somewhere“ den Erkenntnisprozess eines Mannes, dessen Tochter ihn dazu veranlasst, an seinem komfortablen, aber erschreckend inhaltsleeren Leben zu zweifeln. Besondere Nachhaltigkeit erreicht der Film ebenso durch das blendende Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren wie durch den ruhigen Erzählrhythmus und die atmosphärisch dichten Bilder, die mehr als viele Worte sagen. „Ein wunderbarer Film, der gerade aufgrund seiner Zurückhaltung wirkungsvoll und wahrhaftig (ist).“ (SZ) Ausgezeichnet beim Filmfestival in Venedig 2010 mit dem „Goldenen Löwen“ als „Bester Film“. — Der angesagte Hollywoodstar Johnny Marco (Stephen Dorff) residiert momentan im Chateau Marmont, einem der Tophotels von Los Angeles, das direkt am Sunset Boulevard liegt. Er vertreibt sich die Zeit mit schönen Frauen, schnellen Autos sowie Alkohol und Drogen - alles, um bloß nicht spüren zu müssen, wie einsam und orientierungslos er eigentlich ist. Gefangen in monotoner Dekadenz erhält er unerwarteten Besuch von Cleo (Elle Fanning), seiner 11-jährigen Tochter aus einer gescheiterten Beziehung. Zum ersten Mal seit vielen Jahren verbringen die beiden mehr als nur ein paar Stunden zusammen. Zaghaft nähern sie sich einander an ‑ und allmählich vollzieht Johnny einen Bewusstseinswandel. Doch was wird sein, wenn Cleo ihn wieder verlässt?
Basierend auf Ben Mezrichs Buch „Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook - Eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug“ setzt Ausnahmeregisseur David Fincher (SIEBEN; FIGHT CLUB; ZODIAC; DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON) mit „The Social Network“ einen fesselnden, brillant komponierten Film in Szene, der nicht nur dem ambivalenten Charakter des „Facebook“- Schöpfers nachspürt, ohne ihn gänzlich enträtseln zu wollen, sondern auch anhand von Zuckerbergs Werdegang ein eminent scharfsinniges Zeit- und Generationenporträt vermittelt. „Klug, rasant, witzig, ganz direkt am Puls der Zeit. Ein moderner Wirtschaftskrimi rund um die Generation 2.0.“ (ZDF HEUTE JOURNAL) Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in New York, São Paulo und Tokyo (alle 2010). — Die amerikanische Eliteuniversität Harvard 2003. Dem jungen Studenten Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg), ein begnadetes, sozial allerdings inkompetentes Computergenie, kommt an einem Herbstabend die Idee für ein neues PC-Projekt. Was in einem Studentenzimmer mit geradezu rauschhaftem Programmieren und wildem Bloggen seinen Anfang nimmt, entwickelt sich bald zu einem globalen sozialen Netzwerk und löst eine Revolution der bisherigen Kommunikation aus. Nur sechs Jahre später ist Zuckerberg, jetzt Firmenchef von „Facebook“, der jüngste Milliardär aller Zeiten. Doch das bisweilen rücksichtslose Verhalten des erfolgreichen Unternehmers hat auch zahlreiche zwischenmenschliche und juristische Konflikte heraufbeschworen.