10. Dezember 2010, 10:27 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die neue städtische Broschürenreihe „Stadtprofile Gelsenkirchen“ ist auf enormes Interesse gestoßen. Innerhalb weniger Tage nach Erscheinen war die Folge „Werkssiedlungen“ vergriffen. Jetzt hat die Stadt nachgedruckt: Die Folgen 1 – „Backstein-Expressionismus“ - und 2 – „Werkssiedlungen“ – sind ab sofort wieder erhältlich.
Zu bekommen sind die beiden Broschüren kostenlos an rund 30 Auslageorten im Stadtgebiet. Zum Beispiel in allen BÜRGERcentern, den Zweigstellen der Stadtbibliothek, Kunstmuseum, Musiktheater im Revier, der Stadtmarketing GmbH, dem Kulturraum „die flora“, dem CONSOL Theater, aber etwa auch an Hotelrezeptionen. Darüber hinaus sind sie auch in den Besucherzentren der Metropole Ruhr erhältlich, etwa der Zeche Zollverein in Essen oder dem Bergbaumuseum Bochum. Natürlich gibt es die „Stadtprofile Gelsenkirchen“ auch als Download unter: www.gelsenkirchen.de
Die Folge 1 – „Backstein-Expressionismus“ - rückt einen markanten und prägenden, aber immer noch etwas unbekannten Zug des Profils der Stadt Gelsenkirchen in den Mittelpunkt: die niveauvolle backsteinexpressionistische Architektur der 1920er Jahre, die es nicht nur in Norddeutschland oder Berlin gibt. Gerade im Ruhrgebiet – und hier vor allem in Gelsenkirchen – findet sich eine solche Fülle interessanter Bauten, dass man durchaus von einem bedeutenden regionalen Stil sprechen kann, der untrennbar mit hiesigen Baumeistern wie Josef Franke oder Alfred Fischer verbunden ist. Die Heilig-Kreuz-Kirche in Ückendorf sowie das Hans-Sachs-Haus sind die weit über Gelsenkirchen hinaus bedeutenden Beispiele dieses Stils.
Folge 2 – „Werkssiedlungen“ – präsentiert eine unverwechselbare Form des Wohnens, die auch heute noch von hoher städtebaulicher Bedeutung ist. Gelsenkirchen hat so viele Werkssiedlungen wie kaum eine andere Stadt. Rund 60 solcher Siedlungen sind durch die Industrialisierung bis zum Ersten Weltkrieg in Gelsenkirchen entstanden. Und noch heute machen sie rund ein Zehntel des Wohnungsbestandes der Stadt aus. Längst wurden ihre städtebaulichen Qualitäten entdeckt. Denn auf diese typische Form des Wohnens kann man zu Recht stolz sein. Werkssiedlungen bewahren nicht nur Stadtgeschichte, sondern weisen als attraktive Wohnform gleichzeitig in die Zukunft.
Die Reihe „Stadtprofile Gelsenkirchen“ ist im September gestartet und stellt pro Folge ein Thema vor, das profilgebend für die Stadt ist. Die Reihe will Sehenswertes, Besonderheiten und Kostbarkeiten in der Stadt vermitteln und die Lust aufs Entdecken wecken. Autor beider Broschüren ist Dr. Lutz Heidemann.
Im Januar 2011 erscheint bereits die dritte Folge der „Stadtprofile Gelsenkirchen“, die sich dem Thema „Kunst im öffentlichen Raum“ widmet.