13. Dezember 2010, 10:50 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen präsentiert am Sonntag und Montag, 19. und 20. Dezember 2010, „Ondine - Das Mädchen aus dem Meer“ von Neil Jordan als Autorenfilm. Mit „Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte“ von Joann Sfar beendet das KoKi am Dienstag und Mittwoch, 21. und 22. Dezember, die Monatsreihe „Kreative Biografien“ und zugleich auch das Jahresprogramm 2010.
Die Filme laufen sonntags bis dienstags im SCHAUBURG FILMPALAST (Horster Straße 6) und mittwochs in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190). Die Vorstellungen beginnen sonntags um 12.45 Uhr, montags und dienstags um 18 und 20.30 Uhr sowie mittwochs um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt vier Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schüler, Schülerinnen und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber und Inhaberinnen erhalten Ermäßigungen.
Inspiriert von der wildromantischen Küste Irlands und den wundersamen Mythen um magische Meereswesen kreiert Regisseur Neil Jordan (DIE ZEIT DER WÖLFE; THE CRYING GAME; INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR) mit „Ondine - Das Mädchen aus dem Meer“ eine homogene Mischung aus poetischem Märchen, zarter Liebesgeschichte und geheimnisvollem Krimi. Ausgezeichnet mit drei „Irish Film and Television Awards“ 2010 in den Kategorien „Bester Hauptdarsteller“ (Colin Farrell), „Beste Ausstattung“ und „Bester Ton“. — Der irische Fischer Syracuse (Colin Farrell) ist nicht gerade vom Glück verfolgt: Er hat eine niedrige Fangquote, gilt im Heimatdorf als Außenseiter und leidet darunter, dass die geliebte Tochter Annie (Alison Barry), die dringend eine Spenderniere benötigt, in üblen Verhältnissen bei der Exgattin aufwächst. Eines Tages geht Syracuse eine junge, bildhübsche Frau (Alicja Bachleda-Curus) ins Netz. Erschrocken und verblüfft zugleich, bietet er der Schönheit aus dem Meer, die sich weder an ihren richtigen Namen noch an ihre Vergangenheit erinnern kann, Hilfe und eine Unterkunft an. Ondine, wie sie genannt werden möchte, beflügelt Syracuses Gefühle und Annies Fantasie. Unter dem Einfluss der mysteriösen Fremden nimmt der gesamte Dorfalltag überraschende Wendungen, ehe Ondines düsteres Geheimnis ans Licht kommt.
Joann Sfars faszinierender Film „Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte“ nach seinem eigenen Comicroman „Gainsbourg - Hors champ“ verlässt ganz bewusst die Pfade einer klassischen Filmbiografie, um eine facettenreiche, fantasie- und humorvolle Hommage an den berühmten französischen Chansonsänger, Komponisten, Schauspieler, Drehbuchautoren und Schriftsteller Serge Gainsbourg (1928-1991) zu entwickeln, dessen bewegtes Leben von großen künstlerischen Erfolgen, aber auch von zahlreichen Skandalen – darunter etliche Affären mit weiblichen Topstars der Kino- und Musikszene, provokative Auftritte und heftige Alkoholexzesse – geprägt war. Offizieller Beitrag zum „Tribeca Film Festival“ und zum „San Francisco International Film Festival“ (beide 2010).