23. Dezember 2010, 11:33 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Die Installation Kunstsammlung Werner Thiel (GE-Bismarck, Klarastraße) ist ganzjährig und damit auch über die beiden Weihnachtstage, 25. und 26. Dezember, sowie am Neujahrssamstag von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Besucher/innen erleben einen einzigartigen Attraktionspunkt im Kreise der besonderen, magischen Ruhrgebietsorte. Eine raumgreifende Installation aus Gegenständen des alltäglichen bergmännischen Gebrauchs; gruppiert um das größte Objekt - die Fördermaschine der alten Maschinenhalle. Alte Gegenstände mit eigener, lebendiger, erfahrbarer Geschichte - und doch kein Museum. Werkzeuge und Maschinenteile nicht als museale Unikate, sondern als Ornamente einer Kathedrale der Bergarbeit. Ein Ort der jeden gefangen nimmt, der noch offen ist für neue Eindrücke zu dem, was die Menschen im Ruhrgebiet einmal geleistet haben.
Seit 1980 sammelte der Künstler Werner Thiel (1927-2003) über seine eigenen fotografischen und zeichnerischen Arbeiten hinaus auf zahlreichen zum Abriss bestimmten Ruhrgebietszechen Artefakte und Relikte bergmännischer und industrieller Arbeit.
Daraus schuf er vielfach wechselnde, sehr originell Kunstinstallationen im In- und Ausland. Die erste entstand in der Künstlerzeche „Unser Fritz“ in Herne, wo auch sein Atelier war.
Die letzte, größte und dann dauerhafte Installation wünschte sich Werner Thiel in der Halle Nord am Consol-Schacht 9 in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen. Mitten in den Planungen verstarb er am 28. April 2003.