03. Januar 2011, 10:41 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Den deutsch-italienischen Spielfilm „Das Ende ist mein Anfang“ von Jo Baier zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag und Montag, 9. und 10. Januar 2011, im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6). Danach läuft der deutsch-polnische Spielfilm „Hochzeitspolka“ von Lars Jessen am Dienstag, 11. Januar, in der Schauburg und am Mittwoch, 12. Januar, in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190).
Die Vorstellungen beginnen sonntags um 12.45 Uhr, montags und dienstags um 18 und 20.30 Uhr sowie mittwochs um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet normal 4 Euro bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schülerinnen, Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber und Inhaberinnen erhalten Ermäßigungen.
Dem großen Reisenden, leidenschaftlichen Journalisten und erfolgreichen Buchautor Tiziano Terzani (Bruno Ganz) ist „Das Ende ist mein Anfang“ gewidmet. Als Terzani weiß, dass er bald sterben wird, reist er in die Abgeschiedenheit seiner toskanischen Heimat, um seinem Sohn Folco (Elio Germano) die Geschichte eines bewegten Lebens zu erzählen. Und so beginnt der gewitzte, kluge und eigensinnige Mann zu berichten – von seiner Kindheit und Jugend in Florenz, von seinen drei Jahrzehnten als Asienkorrespondent des deutschen Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ und schließlich von seinem erkenntnisreichen Aufenthalt bei einem buddhistischen Mönch im Himalaya.
Einfühlsam hat der für seine hochklassigen TV-Filme mehrfach prämierte Regisseur Jo Baier (DER LADEN; STAUFFENBERG; NICHT ALLE WAREN MÖRDER) die Lebenserinnerungen von Tiziano Terzani, die posthum unter dem Titel „Das Ende ist mein Anfang“ erschienen sind, für die Kinoleinwand adaptiert. Mit einem brillanten Bruno Ganz in der Hauptrolle entfaltet sich vor der malerischen Kulisse der Toskana gleichsam ein sensibles Charakterporträt wie eine leise Meditation über Sein und Vergänglichkeit.
„Hochzeitspolka“ erzählt vom neuen Leben Frieders (Christian Ulmen), der als Sänger der Band „Heide Hurricane“ einst jeden Saal zum Kochen gebracht hat. Heute leitet er die Geschicke einer deutschen Firma in der polnischen Provinz und führt schon fast ein Spießerleben. Während der Vorbereitungen zur Hochzeit mit der hübschen Polin Gosia (Katarzyna Maciag) erhält Frieder unerwarteten Besuch: Seine ehemaligen Band-Kollegen haben sich nach Polen aufgemacht, um der guten alten Zeiten willen noch einmal so richtig auf die Pauke zu hauen. Da sind heftige Turbulenzen vorprogrammiert, denn weder Gosia noch die Dorfbewohner ahnen etwas von Frieders wilder Vergangenheit.
Auf amüsante Weise beleuchtet Lars Jessens (DORFPUNKS; AM TAG ALS BOBBY EWING STARB) sympathische Komödie, die in Zusammenarbeit mit dem polnischen Regisseur und Drehbuchautoren Przemyslaw Nowakowski entstanden ist, nicht nur das Gefühls- und Identitätschaos eines unsicheren Mannes Mitte 30, sondern auch die Ressentiments und Missverständnisse zwischen Deutschen und Polen. Ein intelligentes, wunderbar witziges Kinovergnügen über Selbstfindung, Freundschaft und kulturelle Gräben.