10. Januar 2011, 11:56 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Auf vielfachen Wunsch zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag und Montag, 16. und 17. Januar 2011, im Schauburg Filmpalast den deutschen Spielfilm „Das Wunder des Malachias“ von Bernhard Wicki. Der argentinisch-spanischen Spielfilm „In ihren Augen“ von José Campanella läuft am Dienstag, 18. Januar, in der Schauburg und am Mittwoch, 19. Januar, in der Gesamtschule Ückendorf.
Die Vorstellungen beginnen sonntags um 12.45 Uhr, montags und dienstags um 18 und 20.30 Uhr sowie mittwochs um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schülerinnen, Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaberinnen und Inhaber erhalten Ermäßigungen.
In das „Wunder des Malachias“ wird Pater Malachias‘ inniges Gebet erhört, die anrüchige Eden-Bar möge endlich aus der Nachbarschaft seiner katholischen Kirche verschwinden: Urplötzlich steht das Etablissement samt Gästen und Personal auf einer einsamen Nordseeinsel. Während sich am Schauplatz des unglaublichen Ereignisses schon bald hemmungslose Geschäftemacher tummeln, wird die gestrandete Bar kurzerhand zum feudalen Jet-Set-Club umfunktioniert. Pater Malachias wünscht indessen, das Wunder wäre nie geschehen.
Vor der Kulisse einer fiktiven Ruhrgebietsstadt wirft Bernhard Wickis freie Adaption von Bruce Marshalls Roman „Father Malachy’s Miracle“, die 1961 bei der Berlinale mit dem „Silbernen Bären“ für die „Beste Regie“ ausgezeichnet wurde, einen schonungslosen Blick auf die Auswüchse des deutschen Wirtschaftswunders und die Sensationsgier der Medien. Auf vielfachem Wunsch zeigt das KoKi noch einmal die letzte verbliebene 35-Millimeter-Kopie dieses absoluten Klassikers des in Gelsenkirchen entstandenen Spielfilms.
„In ihren Augen“ erzählt von dem argentinischen Justizbeamten Benjamín Espósito (Ricardo Darín). Schon seit 25 Jahren lässt ihm die Erinnerung an die Ermordung einer jungen Frau keine Ruhe. Jetzt, im Ruhestand, will er mit Hilfe der Richterin Irene Menéndez Hastings (Soledad Villamil) die Ereignisse erneut aufrollen und einen Roman über den Fall schreiben. Der Blick zurück in eine Zeit der Zuneigung und Freundschaft, aber auch Gewalt und Tod, öffnet ihm die Augen für Zusammenhänge, die er bisher übersehen hatte oder nicht wahrhaben wollte. Mehr und mehr wird er gewahr, dass die Recherche von entscheidender Bedeutung für seine eigene Zukunft ist.
Basierend auf Eduardo Sacheris Roman „La pregunta de sus ojos“ hat der argentinische Regisseur Juan José Campanella eine virtuos arrangierte, mit einer Portion trockenem Humor angereicherte Mischung aus packendem Kriminaldrama und berührender Liebesgeschichte inszeniert, die geschickt zwischen den Zeitebenen wechselt und dabei fast beiläufig erhellende Erkenntnisse über die jüngere politische Entwicklung in Argentinien liefert. Ausgezeichnet u. a. mit dem „Oscar“ 2010 als „Bester nichtenglischsprachiger Film“ sowie mit dem spanischen Filmpreis („Goya“) in der Kategorie „Bester ausländischer Film in spanischer Sprache“.