17. Januar 2011, 11:34 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Der deutsche Spielfilm „Der letzte schöne Herbsttag“ von Ralf Westhoff steht am Sonntag und Montag, 23. und 24. Januar 2011, und Mittwoch, 26. Januar, auf dem Programm des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen. Am Dienstag, 25. Januar, zeigt das KoKi den US-amerikanisch-englischen Spielfilm „Banksy - Exit through the Gift Shop“ im Original mit deutschen Untertiteln.
Die Filme laufen sonntags bis dienstags im SCHAUBURG FILMPALAST (Horster Straße 6) und mittwochs in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190). Die Vorstellungen beginnen sonntags um 12.45 Uhr, montags und dienstags um 18 und 20.30 Uhr sowie mittwochs um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schülerinnen, Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaberinnen und Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Mit feinem Gespür für authentische Situationen blickt der deutsche Autorenfilmer Ralf Westhoff (SHOPPEN) in „Der letzte schöne Herbsttag“ auf die Höhen und Tiefen im Liebesleben eines ungleichen Paares, um eine charmante, hintersinnige Komödie voller erfrischendem Wortwitz entstehen zu lassen, die bemerkenswert pointiert die Schwierigkeiten einer modernen Beziehung untersucht. Offizieller Beitrag zum „Zurich Film Festival“ 2010.
Seit zwei Jahren sind Claire (Julia Koschitz) und Leo (Felix Hellmann), beide Ende 20, ein glückliches Paar – jedenfalls meistens. Denn eigentlich passen sie gar nicht zusammen: Die extrovertierte Claire schreibt gerne romantische Endlos-SMS und will alles ausdiskutieren, der introvertierte Leo dagegen hasst SMS, und anstatt über die Beziehung zu reden, genießt er lieber den letzten schönen Herbsttag. Größere Probleme kommen auf, als Claire den Eindruck gewinnt, dass Leo nicht richtig bei ihr ist. Durch das Erzählen über sich und den anderen sowie durch Streit und Versöhnung versuchen beide herauszufinden, ob die gemeinsame Liebe eine Zukunft hat.
Banksys grandiose erste Regiearbeit „Exit through the Gift Shop“ lässt sich nur schwer kategorisieren. Doch ganz gleich, ob nun Spielfilm, Dokumentarfilm, Mockumentary (Bezeichnung für einen fiktionalen Dokumentarfilm, der einen echten Dokumentarfilm parodiert) oder gleich alles zusammen, der Film begeistert als ein originelles, witziges und blendend unterhaltendes Kinoprojekt, das höchst interessante Einblicke in die subversive Kunstform Street-Art gewährt und gleichsam die Kommerzialisierung der Kunst satirisch aufs Korn nimmt. Offizieller Beitrag zum Filmfestival in Sundance und zur Berlinale (beide 2010).
Niemand kennt die wahre Identität von Banksy, jenem mittlerweile gefeierten britischen Street-Art-Künstler, dessen weltweite Aktionen im öffentlichen Raum – wie etwa Graffitis auf Fassaden und Mauern – für Furore sorgen. Als der Franzose Thierry beschließt, einen Dokumentarfilm über Street-Art zu drehen, taucht er tief in die Szene ein, um schließlich auch Banksy ausfindig zu machen. Diesem präsentiert er nach einiger Zeit seinen fertigen Film, ein krude zusammengeschnittenes Desaster, in dem Banksy das Werk eines „Irren mit einer Kamera“ sieht. Banksy ergreift die Initiative und fokussiert das reichlich vorhandene Bildmaterial auf Thierry – mit weitreichenden Folgen.