21. Januar 2011, 10:27 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In Zusammenarbeit mit dem Revierpark Nienhausen, einem Kunstkurs der Jahrgangsstufe 11 des Schalker Gymnasiums sowie der Gelsenkirchener Künstlerin Claudia Lüke wird die von der Stadt Gelsenkirchen mit den Umwelttagen 1999 ins Leben gerufene Na(tur)Ku(nst)Te(chnik)-Galerie – „NaKuTe“ - um eine weitere künstlerische Installation mit dem Titel “Leuchtendes Beispiel“ erweitert.
Zur Präsentation der Kunst-Installation „Leuchtendes Beispiel“ sind die Vertreterinnen und Vertreter der Medien zur Berichterstattung herzlich eingeladen am
Donnerstag, 27. Januar 2011, um 11 Uhr
Revierpark Nienhausen, Treffpunkt Forum
(ehemals Haupteingang Freizeithaus),
Feldmarkstraße 201, 45883 Gelsenkirchen.
Die Herangehensweise zum diesjährigen NaKuTe-Projekt war zunächst eine ungewöhnliche: Die Schülerinnen und Schüler haben sich in einem Literaturkurs mit Texten rund um Natur und Technik beschäftigt. Im Zentrum dieser kritischen Betrachtungen stand dabei der Mensch, der der Natur unterworfen und von ihr abhängig ist, zeitgleich aber Natur durch technische Errungenschaften nach seinen Bedürfnissen verändert und dadurch in natürliche Prozesse eingreift. Die Natur und die Umwelt, die der Mensch zum Leben benötigt, ist damit unter anderem auch einem Zerstörungsprozess unterworfen, der privates wie gesellschaftliches Gegensteuern notwendig macht.
Während dieser inhaltlichen Auseinandersetzung entwickelten die Schüler ein sensibles Gespür für die Wechselbeziehungen und das damit verbundene Spannungsfeld zwischen Mensch, Natur und Technik.
Im Anschluss daran wurden diese kritischen Einsichten und Standpunkte künstlerisch-praktisch gestaltet. Dabei wurden in einem ersten Schritt Möglichkeiten erarbeitet, Texte und Textfragmente zur Gestaltung zu nutzen und zudem inhaltliche Vorstellungen bildlich umzusetzen. Die Schüler haben dann einen inhaltlichen Schwerpunkt gestaltet und auf transparentem Stoffmaterial Text und Bild zusammen geführt. Dazu haben sie grafisch klar konturierte Schriften mit Bildern aus Natur und Technik kombiniert, entweder als gegenseitige Ergänzung oder als kontrastierendes Element. Klare Linien und farbliche Felder spiegeln den Kontrast zwischen „freier“ Natur und „strukturierter“ Technik und lassen dem Betrachter Raum für eigene Assoziationen.
In einem zweiten Schritt wurden aus den gestalteten Stoffbahnen Objekte erstellt, die im Außenraum des Revierparks präsentiert werden. Geometrische Grundformen wie Würfel, Rechteck oder Kugel kontrastieren so mit dem organisch gewachsenen Baumbestand, an dem sie positioniert werden. Auf den Objekten durchdringen sich verschiedene Text- und Bildelemente und werden zu einer räumlichen Collage.
In einer Nachtansicht werden die Objekte mit Hilfe von Solarleuchten erhellt, die ebenfalls auf eine mögliche Alternative zum derzeitigen Umgang mit Natur- und Ressourcennutzung hinweisen.