07. Februar 2011, 11:11 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Den australischen Spielfilm „Maos letzter Tänzer“ von Bruce Beresford zeigt das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen in der Reihe „Literatur im Film“ am Sonntag, 13. Februar, um 12:45 Uhr und am Montag, 14. Februar, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6). Mit dem Spielfilm „Fair Game“ von Doug Liman präsentiert das KoKi in seiner Monatsreihe „Krisengebiete“ einen Beitrag zur jüngsten Geschichte am Dienstag, 15. Februar, um 18 und 20:30 Uhr in der Schauburg und am Mittwoch, 16. Februar, um 19:30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190).
Der Eintritt kostet normal 4 € für eine Vorstellung bzw. 36 € für die 10er-Karte. Schüler/-innen und Student(inn)en sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.
Die Geschichte von „Moas letztem Tänzer“ beginnt 1972: Der 11-jährige Li Cunxin wird in der chinesischen Provinz von Talentsuchern entdeckt und - entgegen seinem Willen - für lange Zeit zum harten Training auf die Pekinger Ballettschule geschickt. Dort entwickelt er sich über die Jahre zu einem furiosen Tänzer, der schließlich die einmalige Chance erhält, an einem Kulturaustausch mit den USA teilzunehmen. Fernab der Heimat avanciert Li zum umjubelten Ballettstar. Nach anfänglichen Irritation genießt er die neu gewonnenen Freiheiten und die erste große Liebe, ehe ihn die chinesischen Behörden unter Druck setzen, dem Westen den Rücken zu kehren.
Mit seiner Leinwandadaption der Autobiografie von Ausnahmetalent Li Cunxin gelang Regisseur Bruce Beresford (MISS DAISY UND IHR CHAFFEUR; LAST DANCE) ein fesselndes, feinfühliges Drama, das eine ergreifende Lebensgeschichte erzählt und darüber hinaus atemberaubende Tanzszenen bietet. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Toronto, Seattle, São Paulo und Hamburg (alle 2010).
„Fair Game“ spielt wieder in unserer Gegenwart. Die CIA-Undercover-Agentin Valerie Plame (Naomi Watts) hat den Auftrag erhalten, Beweise für das Vorhandensein von Massenvernichtungswaffen im Irak zu liefern. In die geheime Operation eingebunden ist ihr Ehemann Joe Wilson (Sean Penn), ein ehemaliger Diplomat, der herausfindet, dass solche Waffen definitiv nicht existieren. Weil das eindeutige Ergebnis niemand aus US-Regierungskreisen hören will, beschließt Joe, die Presse zu informieren. Er ahnt nicht, welche weitreichenden Konsequenzen diese Entscheidung heraufbeschwört?
Basierend auf tatsächlichen Ereignissen beleuchtet Regisseur Doug Liman (DIE BOURNE IDENTITÄT) nicht nur treffend den politischen Skandal der Bush-Administration um manipulierte Fakten, die als Legitimation für den zweiten Irakkrieg dienten, sondern auch die damit verbundenen Erschütterungen im Privatleben der beiden Hauptfiguren. So entstand eine packende, intelligente und wohl ausbalancierte Mischung aus Politthriller und Drama, die das zeitlose Thema Machtmissbrauch reflektiert und an Zivilcourage appelliert. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Cannes, Chicago, Austin und Canberra (alle 2010).