09. Februar 2011, 16:16 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Unter 37 Städten aus sieben Ländern, die sich an einem erstmalig ausgeschriebenen Wettbewerb für die besten Projekte zur Unterstützung von Initiativen von und für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte beworben hatten, erhielt Gelsenkirchen heute in Brüssel den zweiten Preis aus der Hand von NRW-Staatssekretärin Marlis Bredenhorst. Vor Gelsenkirchen konnte sich nur das schottische Edinburgh platzieren. Rang drei erreichte die Stadt Brüssel.
Oberbürgermeister Frank Baranowski beglückwünschte den Seniorenbeauftragten Dr. Wilfried Reckert zu der erfolgreichen Präsentation des Gelsenkirchener Projekts in Brüssel: „Wieder einmal können wir uns über Lob von außen freuen. Der Preis ist Ansporn, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Ich freue mich, dass wir erneut die Bestätigung haben, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Damit konnte Gelsenkirchen erneut einen angesehenen Preis erringen. Im vergangenen Jahr war die Stadt beispielsweise für das Konzept der frühkindlichen Förderungen mit dem European Award of Excellence „City for Children 2010“ ausgezeichnet worden und das Land sprach der Stadt den Gesundheitspreis NRW zu, weil mit dem Projekt „Gesunder Start ins Leben“ unter anderem die Säuglingssterblichkeit in Gelsenkirchen gesenkt werden konnte. (Weitere Informationen zu den einzelnen Preisen gibt es im Internet auf den Seiten der Stadt Gelsenkirchen unter der Rubrik „Ausgezeichnet“)
Der Wettbewerb für Projekte zur Unterstützung von Initiativen von und für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte war von Aktion Courage, dem Landesseniorenministerium und dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas (CEMR) in Partnerschaft mit dem Ausschuss der Regionen ausgelobt worden.
In ihrer Laudatio hob Dr. Monika Wulf-Mathies, ehemalige EU-Kommissarin und Vorsitzende des Kuratoriums von AKTIONCOURAGE e.V., als Sprecherin der Jury hervor, dass sich der Gelsenkirchener Beitrag dadurch ausgezeichnet habe, dass er ältere Zugewanderte nicht als Problemgruppe, sondern als Mitgestalter der kommunalen Verhältnisse anspreche. So sind unter den Seniorenvertretern und Nachbarschaftsstiftern in Gelsenkirchen mittlerweile sieben Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Weiterhin hatte Gelsenkirchen mit der Selbstorganisation Älterer aus der Türkei, mit dem AWO-Demenzservicezentrum und dem Caritas-Projekt „Demenz – ein Thema für Kinder und Jugendliche“ gepunktet. Denn es geht in Gelsenkirchen nicht nur um die Teilhabe von aktiven Älteren, sondern auch um diejenigen, die hinfällig und pflegebedürftig sind.
Bürgermeisterin Gabriele Preuß und Seniorenbeauftragter Dr. Wilfried Reckert bedankten sich während der Feierstunde für die Auszeichnung, die sie als Ermutigung begriffen, die noch anfänglichen Anstrengungen Gelsenkirchens fortzusetzen, ältere Zugewanderte als Mitgestalter unserer Stadt zu gewinnen: „Unser vordringliches Anliegen in der Seniorenarbeit ist es, Strukturen zu schaffen, die älteren Menschen Begegnung und Selbstorganisation, Mitsprache und Mitgestaltung der Lebensverhältnisse in unserer Stadt ermöglichen. Diese Möglichkeiten sollen für alle gelten - besonders für solche, die sich schwer damit tun. Dazu gehören Zugewanderte, dazu gehören Bildungsferne und -benachteiligte. Die Auszeichnung gilt nicht nur der kommunalen Arbeit, sondern ist Frucht der Arbeit aller Partnerinnen und Partner, die sich mit der Stadtverwaltung im Seniorennetz Gelsenkirchen zusammengeschlossen haben.“