17. Februar 2011, 11:18 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit einem „Konzert wider den tierischen Ernst“ ruft „caterva musica“, das Ensemble für Alte Musik, am Sonntag, 20. Februar 2011, um 17 Uhr im Schloss Horst (Turfstraße 21) zu einem „Kampf zwischen Fasching und Fasten auf.
In Anlehnung an ein Gemälde von Pieter Bruegel d. Ä. aus dem Jahr 1559 treten wie bei einem Turnier die beiden allegorischen Hauptfiguren gegeneinander an: Links reitet der feiste Karneval auf einem Fass und führt einen Bratspieß als Waffe. Rechts rollt die magere Fastenzeit, zwei Fische ins Treffen führend, heran. So ist man in Fastnachtspielen und Faschingsumzügen des 15. u. 16. Jahrhunderts tatsächlich aufgetreten. Alle szenischen Details entsprechen damaliger Wirklichkeit. Erfunden dagegen ist die räumlich-zeitliche Gleichzeitigkeit des Geschehens.
Heute nahezu unbekannt ist die Bedeutung des Karnevals im Kirchenjahr. Diese Zeit war das nicht weg zu denkende Gegenstück zur Fastenzeit. Im Laufe der Zeit jedoch tat man sich mit dem Lachen in der Kirche immer schwerer. Lachen und Lebensfreude galten als unvereinbar mit dem Ernst des Glaubens.
In dem Schlosskonzert werden diese beiden Ebenen wieder locker miteinander verbunden: Mysteriensonaten von Heinrich Ignaz Franz von Biber, die jeweils ein biblisches Thema darstellen, werden eingebunden in freudige, ja sogar närrisch anmutende Musik von J. M. Leffloth, A. Soler, P.D.Q. Bach - Ernst und Scherz als eine Einheit.
Mitwirkende sind „caterva musica - Ensemble für Alte Musik“ und Jochen Gresch als "critischer Musikus". Die musikalische Leitung hat Olaf Reimers.
Während des Konzertes können auch Getränke genossen werden.
Der Eintritt ist frei, um („steuerabzugsfähige“) Spenden wird gebeten.
Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln des Kulturcent’ Gelsenkirchen.
Informationen unter www.catervamusica.de.