22. Februar 2011, 10:53 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. „Außenseiter“ sind das Thema der März-Reihe des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen. Die Reihe startet am Dienstag, 1. März, um 18 und 20:30 Uhr im Schauburg Filmpalast um dem französisch-deutschen Spielfilm „Small World“ von Bruno Chiche. Es folgen der ebenfalls französisch-deutsche Spielfilm „Carlos – der Schakal“ von Olivier Assayas in der fünfeinhalbstündigen Langfassung (15.3.), der französische Spielfilm „Das Labyrinth der Wörter“ von Jean Becker (20./21./23.3) und der europäische Spielfilm „Ein gutes Herz“ von Dagur Kári (29.3.).
Auch die anderen Filme des KoKi-Programms März können sich sehen lassen: So laufen ferner die Literaturverfilmung „Immer Drama um Tamara“ von Stephen Frears (6./7./9.3.), der Arbeiterinnenfilm „We Want Sex“ von Nigel Cole (8.3.) zum Weltfrauentag und der Opernfilm „Der Freischütz“ von Jens Neubert als „Filmwunsch“ (13./14./16.3.) sowie der Beziehungsfilm „Drei“ von Tom Tykwer (22.3.) und sowie das Drama „Satte Farben vor Schwarz“ von Sophie Heldman als „Neuer Deutscher Filme“.
Das KoKi-Programm läuft bekanntlich sonn-, mon- und dienstags in Buer und mittwochs in Ückendorf.
Bruno Chiches „Small World“ nach Martin Suters erfolgreichem Debütroman überzeugt als eine exzellent besetzte, elegante Mischung aus Außenseiterporträt, Familiendrama und Psychokrimi, die nicht nur im Stil der Chabrol-Filme die Abgründe der Bourgeoisie erforscht, sondern auch sensibel die tragische Krankheit Alzheimer beleuchtet. Offizieller Beitrag zum Filmfestival in Marrakesch 2010.
Der alternde Freigeist Konrad Lang (Gérard Depardieu) vergisst plötzlich mehr und mehr alltägliche Dinge, während sich die Erinnerungen an seine Kindheit immer klarer ins Bewusstsein drängen. Nicht zuletzt aus diesem Grund kehrt er nach Jahren erstmals wieder zur Industriellenfamilie Senn zurück, mit deren Sohn Thomas er einst aufgewachsen ist. Die resolute Matriarchin Elvira gewährt Konrad zwar Unterkunft, reagiert jedoch zunehmend beunruhigter auf die Enthüllungen der Vergangenheit. Verwundert beobachtet Thomas’ junge Ehefrau Simone (Alexandra Maria Lara) die wachsende Nervosität der übrigen Familienangehörigen. Sie empfindet Sympathie für den verwirrten alten Mann und will ihm helfen, seine Erinnerungsfetzen zu einem sinnvollen Bild zusammenzufügen. Allerdings ahnt sie nicht, dass sie damit an Dinge rührt, die bestimmte Menschen in ihrer nächsten Umgebung um jeden Preis unentdeckt lassen wollen.