04. März 2011, 10:22 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Mit „Immer Drama um Tamara“ von Stephen Frears steht auf dem Programm des Kommunalen Kinos (KoKi) Gelsenkirchen wieder eine Literaturverfilmung. Sie läuft am Sonntag, 6. März 2011, um 12.45 Uhr, Montag, 7. März, um 18 Uhr sowie 20.30 Uhr im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) und am Mittwoch, 9. März, um 19.30 Uhr in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190). Zum Weltfrauentag präsentiert das KoKi am Dienstag, 8. März, um 18 und 20.30 Uhr den Arbeiterinnenfilm „We Want Sex“ von Nigel Cole.
Der Eintritt kostet 4 Euro für eine Vorstellung bzw. 36 Euro für die 10er-Karte. Schülerinnen, Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber erhalten Ermäßigungen.
Stephen Frears Verfilmung „Immer Drama um Tamara“ des auf Thomas Hardys Roman „Far From the Madding Crowd“ basierenden Comicromans „Tamara Drewe“ von Posy Simmonds ist eine nonchalante, köstliche Satire, die vor malerischer Kulisse genüsslich die Absonderlichkeiten der Landbevölkerung, der Intellektuellen und der Künstler aufs Korn nimmt. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Cannes, Vancouver, Toronto und Hamburg (alle 2010).
Tamara Drewe (Gemma Arterton) kehrt London vorübergehend den Rücken, um im beschaulichen britischen Provinznest Ewedon das Haus ihrer jüngst verstorbenen Mutter zum Verkauf herzurichten. Die Bewohner von Ewedon können kaum glauben, dass sich das hässliche Entlein zu einer erfolgreichen und vor allem äußerst attraktiven Kolumnistin entwickelt hat. Und auch den ortsfremden Teilnehmern eines Literaturseminars sowie einem ziemlich affektierten Rockstar bleiben Tamaras Reize nicht verborgen. Schon bald verstricken sich alle in ein turbulentes Katz-und-Maus-Spiel aus Verlangen, Lust und heimtückischen Intrigen.
Sex will in Nigel Coles neuem Film „We Want Sex“ wirklich niemand. Hinter dem irreführenden deutschen Titel (im Original: MADE IN DAGENHAM) verbirgt sich eine wohl ausbalancierte Mischung aus Sozialdrama und Komödie, die anhand eines historischen Ereignisses vom Aufbegehren gegen tradierte Strukturen und vom fragilen Wert der Solidarität erzählt. Eine wunderbare Hommage an die weibliche Zivilcourage. Offizieller Beitrag zu den Filmfestivals in Vancouver, Toronto, Denver, Austin und Rom (alle 2010).
Großbritannien Ende der 1960er-Jahre. Wenn Rita (Sally Hawkins) und ihre Kolleginnen im Ford-Werk Dagenham häufig nur in Unterwäsche bekleidet schuften, hat das nichts mit Exhibitionismus zu tun, sondern einzig und allein mit der unerträglich heißen und stickigen Luft vor Ort. Bald platzt den Arbeiterinnen endgültig der Kragen. Angeführt von der beherzten Rita beginnen sie einen Streik. Energisch fordern sie bessere Bedingungen und „equal pay“ - gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Den Frauen schlägt nicht nur seitens der Konzernleitung heftiger Widerstand entgegen, ehe sie unerwartete Unterstützung erhalten.